100 neue Straßenbahnen für Budapester Fahrgäste – Fotos

Budapests Straßenbahnnetz, das pulsierende Herz der ungarischen Hauptstadt, hat gestern einen Meilenstein erreicht, als die 100. schicke neue Straßenbahn in Betrieb genommen wurde. Bürgermeister Gergely Karácsony strahlte bei der Übergabezeremonie am Freitag und erklärte: “Wir drängen darauf, dass noch mehr dieser Schönheiten auf unseren Gleisen fahren – denn die Straßenbahn ist nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern die Seele von Budapest.”
Neue Straßenbahnen auf Budapests Straßen
Karácsony hielt sich mit seiner Dankbarkeit nicht zurück. Er bedankte sich bei seinem Vorgänger István Tarlós und bei Vitézy Dávid – heute Fraktionsvorsitzender von Podmaniczky Mozgalom in der Budapester Versammlung und ehemaliger Chef der BKK – für den Abschluss der ursprünglichen Vereinbarung, die dies möglich gemacht hat. Der Dank ging an das derzeitige BKK-Team unter Walter Katalin für die Aufrechterhaltung des Vertrags und die Ermöglichung neuer Beschaffungen, an den Hersteller CAF für die Verlängerung des Vertrags und die punktgenaue Lieferung sowie an die Ingenieure und Mechaniker von BKV, die die Flotte am Laufen halten.

Der Bürgermeister stieß auf die Europäische Union an, die fast die gesamte Rechnung übernommen hat, auf die Aufsichtsbehörden und sogar auf die Regierung, die mitgespielt hat. Besonders hob er Tibor Navracsics, den Minister für öffentliche Verwaltung und regionale Entwicklung, hervor, ohne den “wir die Finanzierung für diese Fahrzeuge vielleicht nicht bekommen hätten”.
Neue Straßenbahnen pendeln in 16 Bezirken
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BKK Mobilität, Ádám Bodor, malte eine anschauliche Zeitleiste: Die Budapester Straßenbahnen wurden im 19. Jahrhundert eingeführt, die Niederflur-Pioniere (die Combinos) kamen 2006 und die ersten CAFs 2015-16. In der zweiten Phase wurden bis 2021 73 Fahrzeuge geliefert, mit einer Option auf 51 weitere, die jetzt in Kraft tritt. “Nur diese modernen, klimatisierten Niederflurfahrzeuge können mit dem Komfort eines Autofahrers mithalten”, schwärmte Bodor, “unterstützt von hochmodernen Fahrhilfen, die die Straßen der Stadt sicherer machen.”

Heute bedienen diese Straßenbahnen 16 Bezirke auf 12 von 36 Linien. Sie haben seit ihrer Einführung 40 Millionen Kilometer zurückgelegt und befördern täglich 250.000 Fahrgäste. Niederflurfahrzeuge machen inzwischen 40% der Flotte aus und befördern zwei Drittel der Fahrgäste. Bodor ist optimistisch: Mit EU-Geldern könnten bald die Depots in Angyalföld, Ferencváros und in der Száva-Straße sowie die Stromleitungen, Gleise und Bahnsteige modernisiert werden – und damit der Weg für mehr geebnet werden. Eine neue Ausschreibung ist in Arbeit, um die Erneuerung voranzutreiben. Die 51 neuen Projekte? Mit EU-Mitteln und staatlicher Unterstützung in Höhe von 54,15 Milliarden Forint.

Komfort steigt mit der Umstellung der Linien auf CaF
In der Erklärung der BKK gegenüber MTI werden die barrierefreien, niederflurigen und klimatisierten CAFs als Glücksbringer für die Fahrgäste, als Verfechter der Gleichberechtigung und als umweltfreundliche Lösung für den Stadtverkehr gepriesen. Mehr Niederflurstraßenbahnen bedeuten eine flächendeckende Versorgung auf wichtigen Strecken: Die Linien 1, 3, 17, 19, 42, 50, 56, 56A und 61 sind bereits voll davon. Mit der 100. im Einsatz sind die Linien 3 und 42 nun reine CAF-Zonen.
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Mit Blick auf die Zukunft könnten die 51 Neuzugänge – plus die EU-Infrastrukturförderung – die Linien 2, 23, 24 und 62 elektrifizieren, mit Extras auf 14 und 69. BKK und BKV prüfen auch die Linien 47 und 49.

Der Regionaldirektor der CAF, Felipe Rodrigo Magal, strahlte bei der Feier: “Wir sind sehr stolz darauf, seit mehr als 12 Jahren mit Budapest zusammenzuarbeiten und den Fahrgästen bei jedem Schritt zu helfen.”

