Ungarn liegt hinsichtlich der Zahl der Todesopfer durch Coronaviren im unteren Drittel der EU-Länder

Ungarns Reaktionsmaßnahmen auf die neuartige Coronavirus-Epidemie hätten sich bisher als erfolgreich erwiesen, um die Zahl der Covid-19-Fälle niedrig zu halten, sagte der Chefarzt am Montag.
Ungarn rangiere bei der Zahl der Coronavirus-Todesopfer im unteren Drittel der Länder der Europäischen Union, sagte Cecília Müller in einer regelmäßigen Online-PressebesprechungBisher sei die Sterberate nicht höher gewesen als die durchschnittliche Sterberate der vergangenen Jahre, sagte sie.
Fast die Hälfte der an Covid-19 Verstorbenen sei älter als 80, sagte MüllerDie Zahl der Todesopfer in Altenheimen habe 100 erreichtGesamt seien 67 der positiv auf das Virus Getesteten jünger als 19 gewesen, sagte MüllerViele von ihnen haben sich erholt und keiner von ihnen hat dauerhafte Gesundheitsschäden erlittenfügte sie hinzuSie sagte, zwei der aktiven Fälle seien minderjährig gewesen, und fügte hinzu, dass ihre Bedingungen zufriedenstellend seien.
Róbert Kiss, ein Sprecher des operativen Gremiums, das Ungarns Reaktion auf die Epidemie koordiniert, sagte auf derselben Pressekonferenz, dass bisher 378 Menschen in häuslicher Quarantäne zugestimmt hätten, die Einhaltung der Quarantänevorschriften elektronisch überwachen zu lassen.
Seit dem 12. März hätten die Behörden 408.473 Hausquarantäneinspektionen durchgeführt und dabei lediglich 1.684 Verstöße registriert, sagte er.
Laut Kiss wurden in den letzten 24 Stunden von den Behörden insgesamt 683 Menschen in häusliche Quarantäne geschickt, insgesamt 10.955 Menschen in Quarantäne.
Er sagte
Bisher haben die Behörden 85 Gerichtsverfahren wegen des Verdachts der Verbreitung von Gerüchten im Zusammenhang mit der Epidemie eingeleitet.
Insgesamt seien 108 Verfahren wegen Betrugsverdachts, 27 wegen Gefährdung der Öffentlichkeit und 21 wegen Verstoßes gegen epidemiologische Regeln eingeleitet worden, fügte er hinzu.
Auf eine Frage antwortete Kiss, dass der operative Vorstand die Anfrage des Budapester Bürgermeisters Gergely Karacsony nach epidemiologischen Daten über die Hauptstadt noch nicht erhalten habe.

