Österreichische Regierung kündigt 500 Millionen Euro “Pub-Paket” an, um die Wirtschaft anzukurbeln

Die österreichische Regierung kündigte am Montag ein “Pub-Paket” von 500 Millionen Euro (541 Millionen US-Dollar) an, um den Konsum anzukurbeln und die Steuerlast für Bar – und Restaurantbesitzer zu erleichtern.
Wie geplant kann der Gastronomiebetrieb am Freitag mit der geringen Zahl an Neuinfektionen als gute Basis wieder öffnen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag auf einer Pressekonferenz und kündigte ein “Pub-Paket” im Rahmen des bestehenden Hilfsfonds von 38 Milliarden Euro (41 Milliarden US-Dollar) an.
“Gastronomie ist Teil der Österreichisch Seele und Teil der österreichischen Identität,”, sagte Kurz und forderte die Öffentlichkeit auf, die regionale Wirtschaft “zu konsumieren” und “zu unterstützen”.
Bei dem Paket dreht sich alles um Erleichterung, sagte Tourismusministerin Elisabeth Koestinger, die auf der Pressekonferenz die Einzelheiten des Plans vorstellte.
Unter anderem wird ab dem 1. Juli die Umsatzsteuer (MwSt) für alkoholfreie Getränke auf den Mindestsatz von 10 Prozent gesenkt, die Sektsteuer abgeschafft, die Steuerpauschale von 255.000 Euro (276.000 US-Dollar) auf 400.000 Euro (433.000 US-Dollar) für Bars und Restaurants erhöht, so der Minister.
Dieses Paket werde etwa 41.000 Unternehmen und 145.000 Mitarbeitern im ganzen Land zugute kommen, sagte sie.
Handelskammerchef Harald Mahrer sagte, dass Tourismus und Gasthauskultur das Herzstück der lokalen Wirtschaft seien, und es gehe darum, die Stimmung so zu drehen, dass Einkaufen und Konsum wieder möglich seien.
“Die Wirtschaft hat viel mit Psychologie zu tun”, sagte Mahrer.
Im Rahmen des Stufenplans der Bundesregierung dürfen Bars und Restaurants ab dem 15. Mai von 6 bis 11 Uhr öffnen, mit Einschränkungen wie dem Tragen von Gesichtsmasken durch die Mitarbeiter und maximal vier erwachsenen Gästen pro Tisch.
Die Wiedereröffnung der Hotels kann dann planmäßig ab Ende Mai erfolgen.

