Jobbik verspricht die Einführung eines neuen Rentenberechnungssystems

Die oppositionelle Jobbik-Partei hat versprochen, im Falle ihrer Machtübernahme ein neues System zur Berechnung und Erhöhung der Renten einzuführen.

In seiner Rede am Dienstag zu einer Parlamentsdebatte über Renten sagte der stellvertretende Jobbik-Chef Tamás Sneider, die Ausgaben für Renten in Ungarn seien zu niedrig gewesenEr stellte fest, dass Ungarn 2009 11 Prozent des BIP für Renten ausgegeben habe, bis 2014 jedoch nur 9 Prozent. Unterdessen liege der Durchschnitt der Europäischen Union für die öffentlichen Rentenausgaben bei 13 Prozent, stellte er fest.

Ein weiteres Problem des ungarischen Rentensystems bestehe darin, dass niedrige Löhne dazu führten, dass immer mehr Rentner sehr niedrige Renten erhielten, sagte er. Dies sei besonders in Sektoren wie dem Gesundheitswesen und dem sozialen Sektor verbreitet, sagte er.

Wenn Jobbik an die Macht käme, würde es den niedrigen Renten stärker zulegen und sektorweise Änderungen im Rentensystem einführen.

Sneider kritisierte auch das System der sogenannten „Luxusrenten“das seiner Meinung nach durch die Herrschaft der Fidesz eingeführt worden sei und zu Renten von bis zu 2 Millionen Forint (6.500 EUR) geführt habe.

Er sagte, seine Partei würde es auch Männern ermöglichen, nach 40 Jahren Arbeit in den Ruhestand zu gehen.

Nach den neuen Rentenvorschriften würde die Inflation auf der Grundlage eines Korbs von Waren und Dienstleistungen berechnet, die von Rentnern genutzt würden, sagte Sneider. Er schlug außerdem vor, dass die Erhöhung der staatlichen Renten bis zu 50 Prozent des Anstiegs der Reallöhne widerspiegeln sollte.

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