Die Regierung wird die Modernisierung des Pflegesystems in Ungarn fortsetzen

Budapest (MTI) – Die ungarische Regierung wird im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung des Pflegesystems des Landes weitere Maßnahmen umsetzen, teilte das Personalministerium am Freitag mit.

Ziel der Umstrukturierung sei es, sich von dem alten System zu trennen, das in der in den 1950er Jahren angenommenen Idee verankert sei, verlassene Kinder getrennt von der Gesellschaft in staatlichen Pflegezentren zu betreuen, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.

Es stellte fest, dass es in der jüngeren Vergangenheit mehrere Fälle gegeben habe, in denen Kinder in so großen Pflegeheimen Opfer sexuellen Missbrauchs, Gewalt und Mobbing geworden seien.

Im Rahmen der Sanierung werde das Károlyi István Center for Children in Fót bei Budapest erstmals im Sommer 2018 geschlossen, teilte das Ministerium mit.

In den kommenden Jahren würden mehrere andere ähnliche große, überfüllte und alte Einrichtungen geschlossen und durch gemütlichere und freundlichere Pflegeheime ersetzt, hieß es.

“Kinder, die ohne ihre leiblichen Eltern aufwachsen, erhalten eine echte Chance, ein Eigenleben zu beginnen, wenn sie sich in die Gesellschaft integrieren”, teilte das Ministerium mit.

Das Ministerium nahm mehrere Maßnahmen zur Kenntnis, die die Regierung bereits umgesetzt hat, um die Standards der Pflege in Pflegefamilien zu verbessern. Dazu gehören die Straffung des Adoptionssystems, die Unterbringung von Minderjährigen unter 12 Jahren bei Pflegeeltern, die Erhöhung des Gehalts für Pflegeeltern und die Bereitstellung kostenloser Schulungen für sie.

Darüber hinaus habe die Regierung dem Parlament einen Gesetzentwurf zur Verschärfung der Kinderschutzbestimmungen in Pflegeheimen vorgelegt, teilte das Ministerium mit.

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