Arbeitslosenquote in Ungarn bei 4,4 Prozent

Budapest, 29. März (MTI) (Ungarns gleitende durchschnittliche Dreimonatsarbeitslosenquote erreichte im Dezember-Februar 4,4 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber 4,3 Prozent im Vorzeitraum, aber ein Rückgang gegenüber 6,1 Prozent im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Zentralamt mit (KSH) am Mittwoch.
Die Quote deckt die Arbeitslosigkeit bei Personen im Alter zwischen 15 und 74 Jahren ab.
In absoluten Zahlen gab es in Ungarn im Dezember-Februar 202.500 Arbeitslose, 4.900 mehr als im November-Januar, aber 73.000 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Péter Cseresnyés, der für Beschäftigung und Ausbildung zuständige Staatssekretär, kommentierte die KSH-Daten gegenüber dem öffentlichen Fernsehen, dass die Arbeitskraftkapazität Ungarns seit fast vier Jahren rasant gewachsen sei und der Privatsektor, der in diesem Jahr 144.000 weitere Mitarbeiter beschäftigte, den Aufschwung vorangetrieben habe Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Sektor sei um 14.000 gesunken, was auch auf einen lebhaften primären Arbeitsmarkt hinweise, sagte er.
Die Regierung strebt an, das geförderte Arbeitsprogramm als Übergangsphase zu nutzen und die Zahl der beförderten Arbeitnehmer innerhalb weniger Jahre um 40.000 auf 50.000 zu senken. Arbeitssuchende sollten letztendlich eine Anstellung im privaten Sektor finden, sagten Cseresnyés.
Die Arbeitslosenquote unter den jungen Arbeitssuchenden sei von rund 30 Prozent um 2010 auf 11,1 Prozent gesunken, wies Cseresnyés darauf hin.
Analysten sagten, saisonale Schwankungen seien der Grund für den leichten Anstieg der Arbeitslosenquote von November-Januar bis Dezember-Februar.
Orsolya Nyeste, Analystin bei der Erste Bank, sagte, dass die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt bisher die meist höhere Arbeitslosigkeit während der Wintersaison ausgeglichen habe.
Der Analyst der Takarekbank, Gergely Suppán, sagte, das Beschäftigungswachstum könne bald durch die wachsende Nachfrage nach Fachkräften in verschiedenen Sektoren gebremst werden. Dies könnte jedoch dazu beitragen, die Zahl der Pflegekräfte und Beschäftigten im öffentlichen Sektor zu senken, wenn sie sich dem privaten Sektor nähern, und Unternehmen zu einer Produktivitätssteigerung zwingen.

