Die Bruttolöhne in Ungarn sind sehr niedrig, steigen aber im Dezember um 5,7 Prozent

Budapest (MTI) (MTI) Der durchschnittliche Bruttolohn in Ungarn stieg im Dezember um 5,7 Prozent im Jahresvergleich auf 288.800 Forint (936 EUR), teilte das Statistische Zentralamt (KSH) am Montag mit.

Das Nettolohnwachstum übertraf den Anstieg und stieg um 7,3 Prozent auf 192.100 Forint (622 EUR), da der Einkommensteuersatz ab Januar 2016 um einen Prozentpunkt gesenkt wurde.

KSH stellte fest, dass die Löhne im vergangenen Jahr durch einen höheren Mindestlohn sowie Lohnerhöhungen für die Streitkräfte und Lohnaufstockungen für Sozialdienste und Gesundheitspersonal erhöht wurden.

Ohne die 197.300 Ungarn in Pflegearbeitsprogrammen stieg der durchschnittliche Bruttolohn um 5,5 Prozent auf 305.368 Forint, während der Nettolohn um 7,1 Prozent auf 203.071 Forint stieg.

Vollzeitbeschäftigte Pflegekräfte verdienten im Monatsdurchschnitt brutto 79.242 Forint, 0,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

2016 stiegen die Bruttolöhne insgesamt um 6,2 Prozent und stiegen ohne Pflegekräfte um 6,5 Prozent, die Nettolöhne stiegen in dem Zeitraum um 7,8 Prozent bzw. 8,1 Prozent Die Reallöhne stiegen 2016 um 7,4 Prozent.

Die Reallöhne sollen in diesem Jahr um rund 10 Prozent wachsen, vor allem infolge der ab 2017 für sechs Jahre zwischen Arbeitgeberverband und Gewerkschaften getroffenen Lohnvereinbarung, kommentierte der Wirtschaftsminister die KSH-Daten.

Im Rahmen der Vereinbarung sei der Mindestlohn für ungelernte Arbeitskräfte zu Beginn dieses Jahres um 15 Prozent und für Fachkräfte um 25 Prozent gestiegen, sagte Mihaly Varga auf einer Pressekonferenz. Er wies außerdem auf eine deutliche Senkung der Lohnsteuern hin, die die Arbeitgeber belaste.

Gergely Suppán von der Takarékbank sagte, die Reallöhne könnten in diesem Jahr um 7,6 Prozent wachsen, wenn man von einer durchschnittlichen jährlichen Inflation von 2,4 Prozent ausgeht.

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