Bei der ungarischen Einwanderungsbehörde gehen im Jahr 2016 fast 30.000 Asylanträge ein

Budapest, 3. Februar (MTI) – Letztes Jahr reichten fast 30.000 Ausländer Asylanträge bei der ungarischen Einwanderungsbehörde ein, sagte der Leiter der Organisation am Freitag auf einer Pressekonferenz.

Zsuzsanna Végh sagte, dass die Zahl im Jahr 2015 deutlich unter 177.000 solcher Anträge liege, warnte jedoch, dass “wir uns nicht die Illusion machen sollten, dass die Probleme gelöst sind”.

2016 seien 29.432 Personen als Asylbewerber und 18.236 als illegale Migranten registriert, sagte VéghSie stellte fest, dass ein Jahr zuvor, als die Migrationskrise ausbrach, die Zahl der illegalen Einreisenden in Ungarn 400.000 erreicht habe.

Bezüglich der gesamten Europäischen Union sagte Végh, dass die Zahl der illegalen Einreisenden von 1,8 Millionen im Jahr 2015 auf 500.000 im Jahr 2016 zurückgegangen sei. Die Zahl der Asylanträge sei nicht zurückgegangen, weil die Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr 2015 Ankünfte registriert hätten. In Deutschland beispielsweise seien im Jahr 2016 745.000 Anträge gestellt worden, zwei Drittel davon von Personen, die 2015 oder früher angekommen seien, argumentierte sie.

Zur ethnischen Zugehörigkeit der Asylbewerber in Ungarn sagte Végh, dass ein großer Teil von ihnen (11.052) Afghanen seien, gefolgt von Syrern (4.979), Pakistanern (3.873), Irakern (3.452) und Iranern (1.286).

Végh bestand darauf, dass ein großer Teil der Asylsuchenden unter Missachtung der Vorschriften Anträge stellt und das Land verlässt, bevor ihr Fall geprüft wird.

Im vergangenen Jahr lehnte die Einwanderungsbehörde 4.675 Anträge ab und gewährte 432 Antragstellern Asyl. In Aufnahmezentren wurden insgesamt 4.580 Ausländer des Landes verwiesen und 3.694 weitere inhaftiert. Sie fügte hinzu, dass 8.771 Einreisende, hauptsächlich Familien, Kinder ohne Eltern oder ältere Menschen, Unterkunft erhalten hätten Ungarn habe im Jahr 2016 insgesamt 6,7 Milliarden Forint (21,5 Mio. EUR) für Flüchtlingsdienste ausgegeben, gegenüber 5,4 Milliarden Forint im Vorjahr, sagte Végh.

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