Die ungarische Polizei veröffentlichte Statistiken aus dem Jahr 2016

Budapest, 1. Februar (MTI) „Die ungarische Polizei hat im vergangenen Jahr ihr vorrangiges Ziel erreicht, ein angemessenes Maß an öffentlicher Sicherheit zu gewährleisten, sagte Polizeichef Károly Papp am Mittwoch.
Die größte Herausforderung für die Polizei im Jahr 2016 sei der Umgang mit illegaler Migration und der Bedrohung durch den Terrorismus, sagte Papp auf einer Pressekonferenz.
Er sagte, die Polizei habe im vergangenen Jahr insgesamt 278.263 Straftaten registriert. „Das ist ein Anstieg um 4 Prozentpunkte gegenüber 2015, der durch zwei Fälle verursacht wurde, deren Ermittlungen speziell im Jahr zuvor begonnen hatten, aber erst 2016 eingestellt wurden, sagte Papp.
Ungarns Polizeichef Károly Papp, Foto: MTI
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 19,1 Prozent der Straftaten (53.214) im öffentlichen Raum begangen, ein Rückgang um 1,6 Prozent im Vergleich zu 2015.
Die Polizei registrierte 219 Mordfälle, 15 mehr als 2015 In den letzten sechs Jahren sei die Mordrate ständig gesunken, sagte Papp und fügte hinzu, dass mehr als 90 Prozent der Mordfälle aufgeklärt würden.
Die Zahl der Einbrüche und Raubüberfälle sei von 111.326 im vergangenen Jahr auf 92.072 gesunken, stellte er fest.
Die Zahl der Drogendelikte stieg von 440 auf 462.
Die Autodiebstähle seien von 2.414 im Jahr zuvor auf 1.573 gesunken und die Kriminalitätslösungsrate sei von 16,4 Prozent auf 17,1 Prozent gestiegen, sagte Papp. Der Polizeichef führte die verbesserten Zahlen auf die kürzliche Einrichtung einer Spezialeinheit innerhalb der nationalen Polizei zurück, die mit der Untersuchung von Autodiebstählen beauftragt war.
Foto: MTI
Insgesamt wurden 22,6 Prozent der im vergangenen Jahr registrierten Straftaten in Budapest begangen.
Die Zahl der Verletzungen durch Verkehrsunfälle sei von 16.331 auf 16.506 gestiegen, die Zahl der tödlichen Unfälle sei jedoch von 585 auf 556 gesunken, sagte er.
Die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit illegaler Migration sank von 430.000 auf 36.517. Im Jahr 2016 reisten insgesamt 18.236 Menschen illegal in das ungarische Hoheitsgebiet ein, verglichen mit 391.000 im Jahr zuvor, sagte Papp.
Zu den für 2017 festgelegten Zielen sagte Papp, dass die Strafverfolgungsbehörden darauf abzielen werden, Strafverfahren zu beschleunigen und die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern.
Die Aufdeckung der Cyberkriminalität und die Bereitstellung eines angemessenen Schutzes der Grenzen im Einklang mit den Schengen-Regeln werden in diesem Jahr zu den größten Herausforderungen gehören, sagte er.

