Ursachen der Migration sollten vor Ort angegangen werden, sagt Justizminister

 

Budapest, 9. November (MTI) – Die Ursachen der Massenmigration müssen vor Ort angegangen werden, um sicherzustellen, dass Menschen nicht gezwungen werden, ihre Heimatländer zu verlassen, sagte Ungarns Justizminister am Mittwoch in Budapest.

Die Ursachen der Massenmigration zu identifizieren liege im Interesse jedes Landes, sagte László Trócsányi auf einer internationalen Migrationskonferenz, die von einem wissenschaftlichen Rat des Innenministeriums organisiert wurde.

Der Minister sagte, dass es eine ineffektive Art sei, mit Themen wie Migration umzugehen, wenn “ein oder zwei Kontinente” versuchen, “alle Probleme der Welt” zu lösen.

Um das Problem der Migration zu lösen, sei es zunächst notwendig, zu einem Konsens über die Definitionen der Begriffe ‘Einwanderer’ und ‘Flüchtling’ zu kommen, sagte TrócsányiDie Genfer Konventionen seien die Hauptgrundlage für die Festlegung der Rechte von Flüchtlingen, bemerkte erAber wenn es um die Einwanderungspolitik gehe, streben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union an, sicherzustellen, dass dies eine nationale Zuständigkeit bleibeSo wie sie aussieht, sei die EU uneinig darüber, ob das Konzept der Migrationspolitik überhaupt existiert, fügte er hinzu.

Trócsányi verwies auf die Haltung Ungarns zur Migration, dass internationale Verpflichtungen und Gesetze eingehalten werden müssten. Ungarn habe sich an die Dublin-Regeln gehalten, indem es rund 200.000 Migranten registriert habe, betonte er und fügte hinzu, dass dies nicht von allen EU-Ländern gesagt werden könne. Trócsányi warnte, dass die Mitgliedstaaten möglicherweise Maßnahmen ergreifen müssten, die möglicherweise die Bewegungsfreiheit der Menschen einschränken könnten, wenn die EU die Außengrenzen des Schengen-Raums nicht schütze.

Foto: Balázs Béli

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