Bruttolöhne steigen im April um 6,4 Prozent – KSH

Budapest, 21. Juni (MTI) – Der durchschnittliche Bruttolohn in Ungarn betrug im April 264.471 Forint (845 EUR), ein Anstieg um 6,4 Prozent gegenüber dem gleichen Monat ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Zentralamt (KSH) am Dienstag mit.

Das Nettolohnwachstum übertraf den Anstieg und stieg um 8,0 Prozent auf 175.874 Forint, da der Einkommensteuersatz ab Januar um einen Prozentpunkt auf 15 Prozent gesenkt wurde.

KSH stellte fest, dass die Löhne in diesem Jahr durch eine Erhöhung des Bruttomindestlohns um 5,7 Prozent, eine Lohnerhöhung für die Bundeswehr und einen Lohnzuschlag für Beschäftigte im sozialen Sektor erhöht wurden.

Ohne die 210.300 Ungarn in Pflegearbeitsprogrammen stieg der durchschnittliche Bruttolohn um 7,2 Prozent auf 280.040 Forint, während der Nettolohn um 8,8 Prozent auf 186.227 Forint stieg.

Vollzeitbeschäftigte Pflegekräfte verdienten im April durchschnittlich 79.828 Forint brutto, 3,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Einschließlich der Pflegekräfte waren im April in Ungarn etwa 2 987 200 Personen auf Stellen beschäftigt, die eine durchschnittliche Arbeit von mindestens 60 Stunden im Monat erforderten, 3,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor Ohne Pflegekräfte stieg die Zahl um 3,3 Prozent auf 2 776 900. Die Zahl der Pflegekräfte stieg um 13,6 Prozent.

Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen, zu der auch Ungarn gehören, die während der Woche, in der eine Arbeitskräfteerhebung durchgeführt wird, mindestens eine Stunde gearbeitet haben, betrug im Februar-April durchschnittlich 4.293.600 in der Altersgruppe der 15-74-Jährigen.

Der Analytiker der Takarekbank, Gergely Suppán, prognostizierte für das ganze Jahr einen durchschnittlichen Bruttolohnanstieg von 5,4 Prozent, was seiner Meinung nach zu einem Nettoanstieg von 7 Prozent infolge der Änderungen im Steuerplan führen könnte. Der in den letzten Jahren aufgeschobene Konsum, die Umwandlung von Haushaltskrediten aus Haushaltsfonds in Forint und das Nettofinanzvermögen der privaten Haushalte, das auf Rekordniveau ansteigt, könnten dazu führen, dass der Konsum der privaten Haushalte in den kommenden Jahren zum Motor für das BIP-Wachstum wird, sagte er.

Der leitende Analyst der Erste Bank, Gergely Urmossy, bezifferte das Bruttolohnwachstum in diesem Jahr auf rund 6 Prozent. Auch Urmossy sagte, der Konsum der privaten Haushalte könne in diesem Jahr zur treibenden Kraft der Wirtschaft werden.

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