Wirtschaftsforschungsinstitut beziffert BIP-Wachstum auf 2,1 pc für 2016, 3,2 pc für 2017

Budapest, 20. Juni (MTI) – Ungarns Wirtschaft dürfte in diesem Jahr um 2,1 Prozent und 2017 um 3,2 Prozent wachsen, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut Századvég am Montag mit.

Die diesjährige Wachstumsrate werde durch eine 4,1-prozentige Steigerung des Konsums und stärkere Exporte angehoben, teilte die Denkfabrik mit.

Die Prognose Századvégs für 2016 liegt unter dem offiziellen Ziel der Regierung von 2,5 Prozent WachstumDie Prognose für 2017 liegt leicht über dem Zielwert von 3,1 Prozent im Haushalt für dieses Jahr.

Die Inflation werde in diesem Jahr niedrig bleiben, wobei der Verbraucherpreisindex jährlich um 0,4 Prozent steigen werde, während er 2017 auf 1,6 Prozent steigen dürfte, teilte die Denkfabrik mitDie Inflationsrate werde zwar voraussichtlich unter dem Ziel der Zentralbank bleiben, Századvég habe jedoch nach eigenen Angaben keine weiteren Kürzungen des Leitzinses der Bank erwartet.

Das Institut sagte, die Verlangsamung des Wachstums in Q1 sei nur eine vorübergehende Beule gewesen.

Die Investitionen dürften in diesem Jahr um 5,8 Prozent sinken, da die Unternehmen auf die nächste Welle von Fonds der Europäischen Union warten, die Investitionen billiger machen.

Auch die Industrieproduktion dürfte die diesjährige Wachstumsrate leicht ankurbeln, dürfte aber weniger Auswirkungen haben als 2015. Századvég sagte, dass auch die schwächer als erwarteten Industriedaten in Q1 ein Fehler seien.

Das Institut prognostizierte, dass ein Anstieg der Investitionen und die Inanspruchnahme von EU-Mitteln die BIP-Wachstumsrate 2017 auf 3,2 Prozent steigern werden Die Investitionen dürften dank steigender Löhne um 3,3 Prozent und der Konsum um 3,4 Prozent wachsen.

Die Arbeitslosigkeit sinkt 2016 auf 5,6 Prozent und 2017 auf 5,4 Prozent. Immer mehr Sektoren sind mit Arbeitskräftemangel konfrontiert, der die Löhne weiter anheben dürfte.

Századvég prognostizierte für 2016 ein Haushaltsdefizit von 1,8 Prozent des BIP und für 2017 von 2,1 Prozent. Damit könne die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP in den nächsten zwei Jahren weiter sinken, fügte sie hinzu.

Als größte Risiken für Ungarns Wirtschaft nennt Századvég die globale Wirtschaftsentwicklung und den Brexit.

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