Orbán nennt das Zusammenleben der Zivilisationen eine zentrale Frage der Zukunft „UPDATE

Kairo, 1. Juni (MTI) – Es ist eine zentrale Frage der Zukunft, wie historische Zivilisationen, zum Beispiel Islam und Christentum, koexistieren können, sagte der ungarische Premierminister Viktor Orbán am Mittwoch in Kairo nach Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi.
Die Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Ägypten sei umso wichtiger, als beide Länder wichtige Botschaften über das Zusammenleben großer historischer Zivilisationen zu erzählen hätten, sagte Orbán gegenüber Reportern im Präsidentenpalast.
Orbán sagte, man sei sich einig, wie wichtig es sei, den Terrorismus zu bekämpfen, Libyen zu stabilisieren und die bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken.
Orbán lobte die Bemühungen von el-Sisi, Stabilität in seinem Land zu schaffen, ein Ziel von zentraler Bedeutung für den Nahen Osten und Europa.
“Europa, einschließlich Ungarn, hat ein begründetes Interesse am Erfolg des ägyptischen Präsidenten”, sagte Orbán.
El-Sisi brachte Ägyptens Engagement für eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Ungarn zum Ausdruck. Er betonte die Notwendigkeit, die Ursachen der illegalen Migration anzugehen, ein Thema, das auch von den beiden Staats- und Regierungschefs diskutiert wurde.
Die beiden Staats – und Regierungschefs einigten sich auf eine Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen ungarischen und ägyptischen Unternehmen und eine Verdoppelung des bilateralen Handelsumsatzes, sie vereinbarten eine Zusammenarbeit vor allem in den Bereichen Wasserwirtschaft und Autoindustrie.
Orbán bot el-Sisi die Dienste ungarischer Kernenergieexperten an, um beim Bau des ersten Kernkraftwerks Ägyptens zu helfen.
Er wies darauf hin, dass derzeit 100 ägyptische Universitätsstudenten im Rahmen staatlicher Stipendienprogramme in Ungarn studieren, und sagte, die ungarische Regierung sei bereit, noch mehr Studenten Stipendien anzubieten.
Zuvor hatten ungarische und ägyptische Minister mehrere Abkommen unterzeichnet.
Außenminister Peter Szijjarto unterzeichnete mit Ägyptens Minister für internationale Zusammenarbeit einen Pakt über wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Verteidigungsminister István Simicskó und sein ägyptischer Kollege unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Verteidigungszusammenarbeit.
Die ungarische Eximbank unterzeichnete eine Vereinbarung, die ein Finanzierungsangebot für die Bestellung von 700 Eisenbahnwaggons durch Ägypten enthielt.
Auch Vertreter der öffentlich-rechtlichen Medien beider Länder unterzeichneten ein Kooperationsabkommen.
Orbán kam am späten Dienstag zu einem offiziellen Besuch in Ägypten an. Er und seine Delegation aus Regierungsbeamten und Wirtschaftsführern bleiben bis Donnerstag.
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