Der Migrationsdruck an der Südgrenze wächst, sagt Premierministerberater

Budapest, 27. Mai (MTI) – Ungarn sieht sich an seiner Grenze zu Serbien einem wachsenden Migrationsdruck ausgesetzt, sagte der oberste Innensicherheitsberater des Premierministers am Freitag.

György Bakondi sagte auf einer Pressekonferenz, dass die meisten Migranten, die ins Land einreisen, dies illegal tun, indem sie den Grenzzaun beschädigen.

Auch Menschenschmuggler waren in letzter Zeit aktiver, vor allem zwischen Mazedonien und Serbien. Bakondi sagte, die Menschenschmuggler verlangen von Migranten normalerweise etwa 1.000 Euro, um sie über die mazedonisch-serbische Grenze zu begleiten.

Die ungarischen Behörden hätten in diesem Jahr bisher 121 Menschenschmuggler festgenommen, sagte er.

Bakondi sagte, in Ungarn seien in diesem Jahr bisher insgesamt 17.052 Asylanträge gestellt worden, 4.102 davon in Transitzonen, an der serbisch-ungarischen Grenze seien derzeit zwei Transitzonen eingerichtet, in denen 230 Menschen untergebracht seienDas Innenministerium plant, eine dritte in der Nähe von Asotthalom einzurichten.

Er sagte, die Europäische Union konzentriere sich vor allem auf die Aufnahme, Integration, Umverteilung und “Zwangsansiedlung” von MigrantenBakondi sagte, die Bemühungen der EU, dazu beizutragen, Migranten in ihren Heimatländern zu halten, und die Grenzschutzmaßnahmen seien zu langsam gewesen.

Bakondi stellte fest, dass Ungarn Polizisten nach Mazedonien und Griechenland geschickt habe, um ihren Kollegen beim Schutz der Grenzen zu helfen.

Er sagte, dass derzeit mehr als 54.000 Migranten in Griechenland gestrandet seien und täglich 20 bis 60 neue Menschen ins Land kämen.

Bakondi sagte, 90 Prozent der Migranten, die an Italiens Küsten ankommen, seien von Libyen aus aufgebrochen.

Etwa 2.000-3.000 Migranten versuchen täglich, Italien zu erreichen, sagte erExpertenprognosen deuten darauf hin, dass im Jahr 2016 etwa 450.000 Migranten versuchen werden, über diesen Weg nach Europa zu gelangen, fügte er hinzu.

Foto: MTI

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