Századvég prognostiziert eine niedrige Inflation und ein hohes Wirtschaftswachstum

Budapest, 21. März (MTI) – Think-tank Századvég prognostiziert eine niedrige Inflation und ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent in diesem Jahr und 3 Prozent im nächsten Jahr.
Die Inflation werde in diesem Jahr voraussichtlich bei 0,8 Prozent und im kommenden Jahr bei 1,8 Prozent liegen, teilte Századvég in einer am Montag veröffentlichten Prognose mit.
Ein höheres Wachstum werde durch einen erwarteten Anstieg des Konsums, höhere Löhne, niedrigere Steuern und erweiterte Familiensteuerfreibeträge unterstützt, sagte die Denkfabrik.
Eine Verlangsamung der Investitionen in diesem Jahr wird projiziert, da weniger Mittel der Europäischen Union in Anspruch genommen werden Projekte für den Finanzierungszeitraum 2007-2013 haben sich zu einem Abschluss hingezogen, und die Ausschöpfung der Mittel für den Finanzierungszeitraum 2014-2020 dürfte nur schrittweise anlaufenDie Beihilfe für den Wohnungsbau der Familie (Csok) könnte die Investitionen ankurbeln, sagte Szazadveg und fügte hinzu, dass ab der zweiten Hälfte dieses Jahres positive Auswirkungen zu spüren sein dürften.
Die Nettoexporte werden das Wirtschaftswachstum auch 2016 stützen, aber eine mögliche Verlangsamung der Volkswirtschaften der Außenhandelspartner, vor allem in China, birgt Risiken, hieß es.
Ein höheres Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr wird vor allem durch eine projizierte Belebung der Investitionen, des wachsenden Verbrauchs und der Nettoexporte unterstützt Die Wachstumsrate sowohl der Exporte als auch der Importe im Jahr 2017 dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren verlangsamen.
Es wird erwartet, dass die Inflation langsamer wächst als bisher erwartet. Dies wird voraussichtlich auf ein niedriges externes Inflationsumfeld und niedrige Ölpreise zurückzuführen sein. Ein möglicher Anstieg der Weltmarktölpreise könnte jedoch die Schlagzeile verstärken, die bis Ende 2017 im Zielinflationsband der Zentralbank liegen könnte.
Die Forint-Rate gegenüber dem Euro soll stabil bleiben und die Reallöhne sollen projiziert wachsen Die Bruttolöhne werden in beiden Jahren schneller wachsen als die Inflation, und zwar um 4,5 Prozent im Jahr 2016 und 4,7 Prozent im Jahr 2017.
Századvég erwartet, dass sich der Haushaltssaldo dank Wirtschaftswachstum und Maßnahmen zur Aufhellung der Wirtschaft weiter verbessert.

