Ungarischer ausländischer Minsiter, belarussischer Amtskollege diskutieren über EU-Sanktionen

Budapest, 17. März (MTI) – Ungarn hat ständig auf die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Belarus gedrängt und freut sich, dass die meisten von ihnen aufgehoben wurden, sagte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó nach Gesprächen mit seinem weißrussischen Amtskollegen am Donnerstag in Budapest.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union sei in den letzten Jahren gesunken, weshalb es wichtig sei, die Wirtschaftsbeziehungen mit den Nachbarn des Blocks, darunter Weißrussland, zu intensivieren, sagte Szijjártó nach dem Treffen auf einer Pressekonferenz.

Die Zusammenarbeit zwischen der EU und Weißrussland könnte beiden Seiten zugute kommen, sagte Szijjártó und argumentierte, dass Weißrussland eine konstruktive Rolle bei der Lösung des Konflikts in der Ukraine spielen könne.

Um ihren Wettbewerbsvorteil zwischen regionalen Wirtschaftsintegrationen aufrechtzuerhalten, sollte die EU enger mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) zusammenarbeiten, sagte Szijjarto und fügte jedoch hinzu, dass sich die EU „immer weiter entfernt“von einer solchen Zusammenarbeit”. Er sagte, Weißrussland könne als Brücke zwischen den beiden Integrationen fungieren, da sein wichtigster Handelspartner Russland (ebenfalls EEU-Mitglied) sei und es offen für den Ausbau seiner Beziehungen zur EU sei.

Der Minister sagte, das ungarisch-belarussische Handelsvolumen sei 2015 um 20 Prozent zurückgegangen, und um diesen Trend um die ungarische Eximbank zu drehen, werde sie eine Kreditlinie in Höhe von 27 Millionen Euro eröffnen, um ungarische Unternehmen bei Geschäften in Weißrussland zu unterstützen.

Szijjarto, belarussisches Gegenstück

Er sagte, die beiden Länder würden die Beziehungen im Energiesektor stärken und nannte Weißrussland ein wichtiges Transitland für die europäische Energieversorgung. Ungarn und Weißrussland werden auch in der Nukleartechnologie zusammenarbeiten, fügte er hinzu.

Szijjártó sagte, Ungarn unterstütze eine Lockerung der Visabestimmungen zwischen der EU und Weißrussland.

Der belarussische Außenminister Wladimir Makey sagte, dass ein offener Dialog und nicht Wirtschaftssanktionen zur Lösung von Problemen beitragen.

Als Bereiche, in denen Ungarn und Weißrussland den Handel ankurbeln könnten, nannte er die Landwirtschaft, die Lebensmittel-, Maschinen- und Pharmaindustrie.

Die beiden Minister unterzeichneten vor der Pressekonferenz eine interministerielle Kooperationsvereinbarung.

Foto: MTI

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