Wirtschaftsminister stellt Plan zur Ankurbelung der Industrie vor

Budapest, 2. März (MTI) & Wirtschaftsminister Mihály Varga stellte am Mittwoch einen Plan zur langfristigen Ankurbelung der ungarischen Wirtschaft vor.
Varga stellte auf einer Pressekonferenz den “Irinyi-Plan” für Industriestrategie vor und sagte, die Regierung beabsichtige, den Anteil der Industrieproduktion im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung von derzeit 24 Prozent bis 2020 auf 30 Prozent anzukurbeln.
Er sagte, die wichtigste Entwicklungsschwerpunkte der neuen Industriestrategie seien die Stärkung der nationalen Industrie, der Aufbau von Innovationen, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit und des Exportpotenzials inländischer Unternehmen. Dies alles werde den Widerstand der ungarischen Wirtschaft gegen Krisen stärken, fügte er hinzu.
Der Irinyi-Plan werde zur Modernisierung der Struktur der Industrieproduktion und zur Steigerung der Wertschöpfung beitragen, sagte Varga.
Derzeit macht die Industrieproduktion 17 Prozent des BIP in der Europäischen Union aus und die EU will diese auf 20 Prozent steigernIn Ungarn ist die Industrieproduktion im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent gestiegen, was zeigt, dass Ungarns Industrie zu nachhaltigem und ausgewogenem Wachstum fähig ist, sagte VargaDie Industrie ist ein “Zullensektor” in der Wirtschaftfügte er hinzu.
Er sagte, die Fahrzeugproduktion und die Herstellung von Spezialmaschinen seien Bereiche mit besonderer Bedeutung, die weiterentwickelt werden müssten. Er hob den 3D-Druck, die Elektronik und die Nanotechnologie hervor und fügte hinzu, dass sich die Entwicklungen auch auf die Gesundheitsbranche und den Tourismus, die Lebensmittelindustrie, die grüne Wirtschaft und die Infokommunikation konzentrieren sollten.
Auch in der Verteidigungsindustrie seien Entwicklungen erforderlich, um die Abhängigkeit Ungarns zu verringern, sagte er. Der Sektor könne nur wiederhergestellt werden, wenn die Entwicklung auf früher vorhandenen Verteidigungskapazitäten aufbaue, fügte er hinzu.
In der aktuellen EU-Entwicklungsperiode wird die Regierung 60 Prozent der Mittel für die wirtschaftliche Entwicklung aufwenden, was eine gute Grundlage für die Entwicklung der Industrie bildetAlle Ausschreibungen der laufenden Haushaltsperiode werden bis zum 1. Juli 2017 eingeladen, sagte Varga.
Foto: MTI

