Die Regierung soll die Entwicklung von Kecskemét mit 25 Mrd. HUF unterstützen, sagt Orbán

Budapest, 9. Februar (MTI) – Die Regierung wird der Stadt Kecskemét in Zentralungarn 25 Milliarden Forint (80 Mio. EUR) zur Verfügung stellen, um einen Wirtschaftsentwicklungsfonds einzurichten, kündigte Premierminister Viktor Orbán am Dienstag an.
Der Premierminister und der Bürgermeister von Kecskemét unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen des ungarischen Entwicklungsprogramms für moderne Städte.
Zu den Projekten gehören die Modernisierung des Militärflugplatzes von Kecskemét zur Bereitstellung ziviler Dienstleistungen sowie der Ausbau des Strom-, Straßen- und Eisenbahnnetzes der Stadt, sagte Orbán auf einer Pressekonferenz.
Kecskemét erhält 18 Milliarden Forint als Unterstützung für den Bau des letzten Abschnitts der Stadtumgehungsstraße und die Verbreiterung einer örtlichen Zufahrtsstraße.
Derzeit laufen Gespräche über die Einrichtung eines universitären Forschungszentrums und die Umgestaltung des Bahnhofs der Stadt sowie über den Bau einer neuen Park-and-Ride-Anlage und die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur in den Vorstädten, sagte Orbán.
Das weltberühmte Kodály Institute werde mit einem neuen Konzertsaal mit 250 Sitzplätzen für 3 Milliarden Forint entwickelt, fügte er hinzu.
Orbán kündigte außerdem Pläne zum Bau einer zweisprachigen Schule zur Unterstützung der dualen Berufsausbildung an, die 1,5 Milliarden Forint kosten.
Er sagte, Kecskeméts Jugendstil-Rathaus “ein Nationalschatz” werde für 4 Milliarden Forint renoviert.
Ungarn habe bereits alle seine IWF-Kredite zurückgezahlt und werde in diesem Jahr die Zahlung der letzten 600 Milliarden Forint-Rate eines von der Europäischen Union erhaltenen Darlehens abschließen, sagte er.
Auf eine Frage zur EU-Finanzierung sagte er, die meisten Menschen halten sie für “gefundenes Geld” Aber der Geldbetrag, den ausländische Unternehmen in verschiedenen Formen aus Ungarn zurückführen, entspricht im Wesentlichen dem EU-Finanzierungseinsatz, fügte er hinzu.
Orbán sagte, die Regierung sei in Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit Mercedes verwickelt. Der deutsche Automobilhersteller habe mehrere mutmaßliche Entwicklungsinvestitionen, wobei drei polnische, zwei tschechische und ein ungarischer Standort im Streit seien. Darüber hinaus könnten die aktuellen Aktivitäten in Ungarn ausgeweitet werden, was ungarischen Lieferanten neue Möglichkeiten biete, fügte er hinzu.
Während Orbáns Besuch veranstalteten die lokalen Organisationen der oppositionellen Demokratischen Koalition eine Demonstration vor dem Rathaus. Orbán und die Bürgermeisterin der Stadt Klaudia Pataki von den regierenden Fidesz-Christdemokraten sprachen eine halbe Stunde lang mit den Demonstranten.
Foto: MTI

