Sozialistischer Führer fordert, das Bildungssystem auf eine neue Grundlage zu stellen

Budapest, 2. Februar (MTI) 2 Der sozialistische Führer József Tóbiás äußerte sich am Dienstag angesichts der Unzufriedenheit der ungarischen Lehrer, die eine Demonstration planen, und sagte, dass dies nicht ausreiche, um am Bildungssystem herumzubasteln, sondern dass es umgesetzt werden müsse auf eine völlig neue Grundlage.
Tóbiás sagte, die Fachkräfte in Ungarn seien gedemütigt und unprofessionell und gedankenlos geführt worden. Er forderte den Personalminister auf, aufzuhören, weil sich alle von ihm kontrollierten Gebiete, einschließlich Gesundheitsversorgung und Bildung, in einer Krise befänden.
Tóbiás warf der für die Schulverwaltung zuständigen Zentralregierung (Klik) vor, Lehrer einzuschüchtern, die protestieren wollten.
Lehrer bereiten sich auf eine landesweite Demonstration am 13. Februar mit einer Reihe von Forderungen nach besseren Bedingungen in der Branche vorDie Vorsitzende der Lehrergewerkschaft (PSZ), Piroska Galló, sagte am Montag auf einer Pressekonferenz, dass das Streikkomitee 25 Forderungen formuliert habe, darunter eine drastische Reduzierung des Lehrplans und der Anzahl der obligatorischen Unterrichtsstunden.
Der regierende Fidesz antwortete, dass die Sozialisten derzeit versuchen, aus Lehrern politisches Kapital zu schlagen, doch als sie in der Regierung waren, seien die Löhne der Lehrer gekürzt und Zehntausende entlassen worden. Sie provozieren Lehrer mit Hilfe derselben linksliberalen Zivilorganisationen, die kürzlich Proteste zur Unterstützung von Migranten organisiert haben, heißt es in der Erklärung. Die von Fidesz geführte Bürgerregierung hat bisher 234 Milliarden Forint (750 Mio. EUR) für die Erhöhung der Lehrerlöhne ausgegeben, und in ganz Ungarn finden Konsultationen zwischen der Regierung und Lehrern statt, heißt es in der Erklärung hinzugefügt.

