Ungarische und rumänische Außenminister diskutieren über bilaterale Beziehungen in Bukarest

Bukarest, 29. Januar (MTI) – Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hat am Freitag in Bukarest die bilateralen Beziehungen mit seinem rumänischen Amtskollegen Lazar Comanescu besprochen.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz sagte Szijjarto, Ungarn betrachte Rumänien als strategischen Partner und dankte seinem rumänischen Kollegen für „den herzlichen Empfang und den konstruktiven Ton der Gespräche“.
Er betonte die Notwendigkeit, die ungarisch-rumänische Zusammenarbeit anzukurbeln, die seiner Meinung nach auf gegenseitigem Vertrauen aufbauen und wirtschaftliche Chancen nutzen sollte.
Die beiden Länder sollten ihre ethnischen Minderheiten auch als Ressource in der bilateralen Zusammenarbeit betrachten, sagte er.
Szijjarto sagte, dass die ungarische Eximbank eine Kreditlinie in Höhe von 370 Millionen Euro zur Förderung ungarisch-rumänischer Joint Ventures eröffnen werde.
Die Minister einigten sich darauf, dass die Gaspipelinenetze der beiden Länder 2019 angeschlossen werden Szijjarto sagte, dass das EU-finanzierte Projekt die Energiesicherheit Europas deutlich verbessern werde.
Szijjarto und Comanescu vereinbarten außerdem, dass die zweite ungarisch-rumänische Autobahnverbindung innerhalb von zwei Jahren durch eine Verbindung zwischen den Autobahnen M4 und A3 hergestellt werden soll.
Szijjarto äußerte sich zur Migrantenkrise und sagte, Ungarn und Rumänien teilten die Position, dass die Außengrenzen der EU geschützt werden müssten und dass Europa an seiner Südgrenze am stärksten gefährdet sei.
“Soweit wir nicht in der Lage sind, die Welle der Migranten zu unterdrücken, werden wir erleben, wie sich die Ereignisse in Köln wiederholen, sich die öffentliche Sicherheit verschlechtert und terroristische Bedrohungen zunehmen”, sagte er.
Auf die Pläne Ungarns, an seiner Grenze zu Rumänien einen Zaun zu errichten, angesprochen, sagte Szijjarto, dass “wir keine längeren Zäune errichten werden, als erforderlich sindWir hoffen, dass es keinen Bedarf für einen solchen Zaun geben wird, da Rumänien in der Lage sein wird, seine eigenen Grenzen zu schützen”
Comanescu sagte, er stimme der ungarischen Position zu, dass ethnische Minderheiten als Brücke beim Aufbau der Zusammenarbeit dienen können Er begrüßte die anhaltende Unterstützung Ungarns für die Aufnahme Rumäniens in den Schengen-Raum.
Er sagte, dass der ungarisch-rumänische gemeinsame Wirtschaftsausschuss Anfang nächsten Monats zusammentreten werde, um konkrete Vorschläge zur Stärkung der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit vorzulegen.
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