Ungarn-USA knüpfen besser an als der Schein, sagt der Chef des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Parlaments

Washington, D.C. (MTI) – Die ungarisch-amerikanischen Beziehungen seien besser, als der Schein vermuten lässt, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Parlaments am Dienstag.
Dies liege zum Teil daran, wie wertvoll es sei, die bilaterale Sicherheitszusammenarbeit in einer zunehmend instabilen Welt zu stärken, sagte Zsolt Nemeth nach Gesprächen in Washington mit seinem US-Kollegen Ed Royce und anderen Kongressabgeordneten Als Leiter der ungarischen Delegation nahmen Nemeth und die sozialistische Abgeordnete Marta Demeter an einer Konferenz der Parlamentarischen Versammlung der NATO teil.
Nemeth sagte MTI telefonisch, dass umstrittene Themen zwischen den beiden Ländern nicht verschwunden seien, sich aber die Prioritäten verschoben hätten. Er hob unter anderem Terrorismus, Migration und erhöhte globale Unsicherheit hervor, die aus den Aktionen Russlands in der Ukraine und Syrien resultierten.
“Ungarn und die USA sprechen dieselbe Sprache”, wenn es um die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit geht, sagte er.
Nemeth sagte, es sei eine positive Entwicklung, dass die NATO wieder ihre Daseinsberechtigung gefunden habe und Ungarn dementsprechend neue Formen der Zusammenarbeit mit der Organisation entwickeln könne. Er verwies auf die Europäische Beruhigungsinitiative, die für europäische Frontländer gilt und große Entwicklungen und Einsätze beinhaltet. Zu den weiteren positiven Entwicklungen gehörte die Einladung Montenegros in die Organisation und die Übernahme einer Rolle durch die NATO im Nahen Osten, wo Ungarn mit 120 Soldaten im Irak präsent ist.
Migration sei bei den Gesprächen ein hervorgehobenes Thema gewesen und Washington habe diesbezüglich Sympathie bekundet, sagte erEs ist für die USA selbstverständlich, dass die Souveränität eines Landes auch bedeutet, dass es das Recht hat zu entscheiden, mit wem es leben möchteDer Schutz der Außengrenzen ist auch in den USA sehr wichtig, die daher auf Foren der Europäischen Union stets Verständnis für die ungarische Position zum Ausdruck gebracht habenfügte er hinzu.
Ein weiteres Thema, das in Washington, D.C. diskutiert wurde, war die Ukraine, sagte NemethDas Land ist Opfer territorialer Aggression geworden und steht vor mehreren offenen Fragen in Bezug auf wirtschaftliche, politische und sicherheitspolitische Reformen Ungarn unterstützt voll und ganz das Recht Kiews, die Richtung zu bestimmen, die es in der Außenpolitik zu verfolgen gilt.
Nemeth kommentierte die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen und sagte, Ungarn erwarte von der Abstimmung, dass sie zu einem Ergebnis der USA führen werde, das “in sich selbst vertraut” und eine Partnerschaft mit Europa pflegt.

