Experte: Es gibt eine deutliche Ost-West-Spaltung unter den EU-Mitgliedstaaten bezüglich der Massenmigration

Der EU-Türkei-Gipfel am Sonntag habe deutlich einen Ost-West-Gegensatz im Umgang mit der Massenmigration zwischen den EU-Mitgliedstaaten gezeigt, sagte der Direktor des Zentrums für Grundrechte István Kovács gegenüber den Abendnachrichten von M1 TV.
Die Staats- und Regierungschefs der EU erkannten, dass Massenmigration nach Europa ohne die aktive Beteiligung der Türkei nicht gelöst werden kann, konnten sich jedoch nicht auf die Kosten für die Lösung des Problems einigen und bewerteten das Ergebnis des Gipfels István Kovács.
Der Analyst ist der Ansicht, dass es eine deutliche Ost-West-Spaltung zwischen den EU-Mitgliedstaaten gibt: Während die östlichen Länder den Schutz der EU-Grenzen fördern, ziehen es die Westler vor, Einwanderer aus der Türkei nach Europa umzusiedeln.
Aufgrund dieser Spaltung trafen sich die Staats- und Regierungschefs einiger westlicher Länder in einer nichtöffentlichen Sitzung, um die Einzelheiten des geplanten Umsiedlungsprogramms für Migranten auszuarbeiten, fügte der Experte hinzu.
Es gebe jedoch Unstimmigkeiten im angenommenen Umsiedlungsplan; Während beispielsweise Griechenland wahrscheinlich an dem Programm teilnehmen werde, sei Italien, das sich in einer sehr ähnlichen Situation befinde, aus dem Abkommen ausgeschlossen worden, sagte Kovács.
Die Staats- und Regierungschefs des türkisch-EU-Gipfels einigten sich darauf, türkischen Staatsbürgern finanzielle Unterstützung und visumfreies Reisen zu gewähren, und versprachen, die Beitrittsverhandlungen der Türkei in der Europäischen Union im Austausch für die Bemühungen der Türkei, die illegale Einwanderung nach Europa einzudämmen, zu beschleunigen.
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Die Türkei sei der klare Gewinner des EU-Türkei-Gipfels, sagte Zoltán Egeresi, Experte für türkische Beziehungen, in der Sendung am Sonntagabend von M1 TV.
Die EU erfüllte die wichtigsten Forderungen der TürkeiDie Türkei wird die illegale Migration nach Europa eindämmen, und im Austausch für diese Maßnahmen wird die Europäische Union die Gespräche über die Visaliberalisierung mit der Türkei beschleunigen, und das Land erhält Finanzhilfen in Höhe von 3 Mrd. EUR, um zur Finanzierung von mehr als 2 Millionen Flüchtlingen beizutragen, die in türkischen Flüchtlingslagern leben.
Foto: MTI

