Offrical-Umfrage zeigt zunehmende Angst vor Migranten in Ungarn

Budapest (MTI) – Die Angst vor Migranten habe im Zuge ihres jüngsten Zustroms deutlich zugenommen, sagte Meinungsforscher Median am Mittwoch unter Bezugnahme auf ihre jüngste Umfrage.

Die Mehrheit der Befragten sei besorgt über Gesundheitsrisiken und Terrorismus und betrachte Migranten als aggressiv und anspruchsvoll und nicht als friedlich und kooperativ, heißt es in dem Bericht des Meinungsforschers.

Die zwischen dem 11. und 15. September an einer repräsentativen Stichprobe durchgeführte Umfrage ergab, dass 79 Prozent der Befragten die ungarischen Asylvorschriften verschärfen würden, im Gegensatz zu 66 Prozent im vergangenen November. Nur ein Fragment der Befragten gab an, dass Ungarn von der Unterbringung von Migranten profitieren würde.

Die überwiegende Mehrheit der Stichprobe gab an, dass Migranten menschlich behandelt werden müssen, die Befragten äußerten jedoch gegensätzliche Ansichten darüber, ob Migrantendienste von der Regierung, zivilen Gruppen oder beidem bereitgestellt werden sollten.

Dem Bericht zufolge äußerten mehr Menschen eine größere Zufriedenheit über die Maßnahmen der Regierung gegenüber Migranten als über jeden Regierungswechsel in den letzten Jahren.

In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass selbst Befragte mit Verbindungen zur grünen LMP oder der Sozialistischen Partei starke Gefühle gegen Migranten äußerten und nur Anhänger kleiner linker Parteien eine eindeutig migrantenfreundliche Haltung äußerten.

Vierunddreißig Prozent der Stichprobe gaben an, dass die Grenzen Ungarns versiegelt und illegale Einwanderer gestoppt werden sollten, selbst wenn dabei Tränengas oder Gummigeschosse zum Einsatz kamen.

Über die Zahl der in Ungarn ankommenden Migranten waren die meisten Befragten nicht informiert: Lediglich 20 Prozent konnten die Zahl der seit Jahresbeginn ankommenden Migranten oder die Zahl der derzeit im Land lebenden illegalen Migranten abschätzen.

Foto: MTI

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