Das Parlament stimmt über obligatorische medizinische Kontrollen für Migranten ab

Budapest, 6. Oktober (MTI) – Das Parlament wird über die Änderung des Gesundheitsgesetzes abstimmen, um dem Chefarzt die Anordnung zu ermöglichen, dass Asylsuchende sich in Krisenzuständen aufgrund von Massenmigration oder Gesundheitskrisen ärztlichen Untersuchungen unterziehen.
Im Vorfeld der Parlamentsdebatte sagte Bence Retvari, Staatssekretär im Personalministerium, dass die Lage im öffentlichen Gesundheitswesen Ungarns derzeit stabil sei und fügte hinzu, dass das wachsende Risiko für die öffentliche Gesundheit, das sich aus dem Migrationsdruck des Landes ergibt, nicht ignoriert werden dürfe.
Er sagte, es gebe mehrere Faktoren für das Risiko für die öffentliche Gesundheit: Es sei nicht bekannt, ob die Migranten, die nach Ungarn einreisen, bereits gesundheitliche Probleme hätten oder welche Impfstoffe sie gegebenenfalls erhalten hätten. Auch die Situation im Bereich der öffentlichen Gesundheit in den Ländern, aus denen sie kommen, sei unbekannt, fügte Retvari hinzu.
Er wies darauf hin, dass der Chefarzt sagte, dass sich im Jahr 2015 bisher weniger als 1.400 Asylbewerber einer ärztlichen Untersuchung unterzogen hätten.

