Biszku bekennt sich in einem neuen Verfahren nicht schuldig wegen Kriegsverbrechensvorwürfen

Budapest, 2. Oktober (MTI) – Bela Biszku, Ungarns Innenminister in kommunistischen Zeiten, bekannte sich in einem zweiten Prozess wegen der Begehung von Kriegsverbrechen nach dem antisowjetischen Aufstand im Jahr 1956 nicht schuldig.

Im Juni hob ein städtisches Berufungsgericht ein Urteil eines Untergerichts aus dem Jahr 2014 auf, in dem Biszku der Anstiftung und Mittäterschaft bei der Tötung für schuldig erklärt wurde, und ordnete ein neues Verfahren an.

Das Primärgericht verurteilte den inzwischen 94-jährigen Biszku zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft.

Der Rechtshistoriker Tibor Zinner und der Kriegshistoriker Miklos Horvath sagten dem Gericht, dass es keine vorhandenen Dokumente gebe, die belegen würden, dass Biszku eine direkte Rolle bei den Vergeltungsmaßnahmen der Regierung nach der Revolution gespielt habe. Sie fügten jedoch hinzu, dass Kommandeure unter der Diktatur nicht einmal Anweisungen von ihren Vorgesetzten brauchten, da sie wussten, was von ihnen erwartet wurde.

Foto: MTI

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