Migrationswelle lässt Ungarn unverändert, sagt Personalminister

Berlin, 17. September (MTI) Die Ungarn sind heute genau dasselbe Land, das vor 25 Jahren ostdeutsche Flüchtlinge aufgenommen hat und Anfang der 1990er Jahre als erstes Flüchtlingen vor dem zerfallenden, vom Krieg zerrütteten Jugoslawien einen sicheren Zufluchtsort gewährte, sagte Personalminister Zoltan Balog sagte am späten Mittwoch zu einer politischen Diskussionssendung des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ARD.

Die Ungarn hätten sich nicht verändert, und ihre Herangehensweise an die aktuelle Krise und ihre Sorgen um die Wahrung des “kulturellen Gleichgewichts” seien nicht zu verstehen, ohne die Geschichte Osteuropas zu kennen, sagte der Minister.

Über die Aufnahme von Muslimen sagte Balog, dass die Unterbringung von Flüchtlingen, unabhängig von ihrer Religion und Herkunft, eine rechtliche und moralische Verpflichtung sei, die Ungarn in den letzten Jahren durch die Aufnahme Tausender Muslime erfüllt habe.

Man sollte jedoch respektieren, wenn ein Land seine historischen und kulturellen Traditionen bewahren will, sagte er.

Balog nannte die Migrantenkrise eine europäische und nicht eine ungarische AngelegenheitWenn die ungarische Regierung mit “härteren” Mitteln zu ihrer Lösung beizutragen sucht, hält sie sich uneingeschränkt an die Regeln des EU – und Völkerrechts, sagte er.

Der Minister stellte fest, dass in den vergangenen Monaten 200.000 Migranten in Ungarn “einmarschiert” hätten, während die in einigen europäischen Hauptstädten herausgegebenen “Botschaften” den “Chaos” sogar noch verschärft hätten.

Die ungarischen Behörden, so Balog, hätten es versäumt, alle Asylverfahren abzuschließen, weil die meisten Migranten das Land vorher verlassen hätten, Er sagte, dass 95 Prozent der befragten Migranten angaben, ihre Reise in ein anderes Land fortsetzen zu wollen.

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