F. M. Szijjarto in Brüssel: Migrationskrise muss über die Grenzen der EU hinaus angegangen werden

Brüssel, 31. August (MTI) – Die Politik der Europäischen Union, Migranten auf die Mitgliedstaaten zu verteilen, sei falsch und Brüssel solle sich stattdessen mit dem Problem dieser “heutigen Abwanderung” über die Grenzen des Blocks hinaus befassen, sagte Ungarns Außenminister am Montag.

Ungarn komme seiner Schengen-Verantwortung mit dem Ziel nach, die EU-Außengrenzen zu schützen, sagte Peter Szijjarto ungarischen Journalisten nach Treffen mit seinem belgischen Amtskollegen Didier Reynders und Violeta Bulc, der EU-Verkehrskommissarin.

Der Minister sagte, die Massenmigration sei eine historische Herausforderung für EuropaEr stellte fest, dass bisher 154 400 Migranten die Grenze Ungarns illegal überschritten hätten, und 153 000 hätten dies über Serbien getanMehr als 140 000 haben Asylanträge gestelltSzijjarto rechnete damit, dass ab Oktober ungefähr die gleiche Zahl wie in den ersten neun Monaten nach Ungarn einreisen werde, vor allem weil die Wetterbedingungen so sein werden, dass potenzielle Migranten von der Überquerung des Mittelmeers aus Afrika abgehalten werden.

Der Minister warf Griechenland vor, seinen EU-Verpflichtungen nicht nachzukommen, indem es Migranten nicht registrierte, während er sagte, die Länder des Westbalkans seien nicht in der Lage, den Zustrom zu bremsen. Ungarn müsse daher die Außengrenze der EU schützen, sagte er und fügte hinzu, dass Ungarn dazu entschlossen sei, ungeachtet der Kritik.

Er sagte, die EU-Mitgliedstaaten machten unverantwortliche Aussagen, die nur dazu dienten, Menschenschmuggler zu ermutigen und Migranten aggressiver zu machen.

Szijjarto sagte, er habe letzte Woche mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier telefoniert. Er begrüßte die Idee, sogenannte Hotspots zu errichten, um Krisenzentren für echte Flüchtlinge aus der EU zu organisieren und die Entwicklungsunterstützung mit betroffenen Ländern zu verknüpfen Maßnahmen zur Erleichterung der Abwanderung von Migranten.

Der Minister sagte, Europa müsse gemeinsam auf eine Lösung hinarbeiten. Ungarn habe Polizisten geschickt, um an der mazedonisch-serbischen Grenze zu helfen, aber dies sei an sich keine Lösung für die Situation, die sich im Westbalkan herausgebildet habe, fügte er hinzu.

Ungarn sei entschlossen, so bald wie möglich eine EU-Konferenz zum Thema Migration unter Beteiligung der westlichen Balkanstaaten und der Türkei abzuhalten, sagte er und fügte hinzu, dass dies möglicherweise Anfang Oktober stattfinden werde.

Foto: MTI

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