Lazar: Ungarn errichtet zwei Arten von Grenzzäunen

Budapest, 21. Juli (MTI) – Die Regierung beschloss auf ihrer Dienstagssitzung, zwei Arten von Grenzzäunen zu errichten, sagte Regierungsamtsleiter Janos Lazar auf einer Pressekonferenz.
Der Zaun, der sich entlang leichter zugänglicher Grenzabschnitte erstreckt, erstreckt sich 1,5 Meter in den Boden und 3 Meter über den Boden. Der Zaun, der 2,5 Meter von der ungarisch-serbischen Grenze entfernt verläuft, wird mit NATO-Draht ausgestattet, sagte Lazar Er sagte, dass auf dem 30-40 Kilometer langen Abschnitt der Grenze, der schwerer zugänglich sei, einfachere Zäune installiert würden.
Das Innenministerium und das Verteidigungsministerium seien für das Projekt verantwortlich, sagte er.
Lazar sagte, dass während des Baus 980.000 Quadratmeter Privateigentum genutzt werden müssten, wofür die Eigentümer eine einmalige Entschädigung sowie eine Nutzungsgebühr von 160-170 Forint (0,5 EUR) pro Quadratmeter erhalten würden.
Lazar sagte, Schilder würden auf dem Zaun angebracht, um den nächsten legalen Grenzübergang anzuzeigen und so “echten politischen Flüchtlingen” die Einreise in das Land zu ermöglichen “Man sollte durch die Tür nach Ungarn einreisen, nicht durch die Mauer”, sagte er “Wir sind von der alten Schule, wir glauben, dass, wenn man irgendwo eindringen will, er oder sie zuerst klopfen sollte, anstatt zu versuchen, die Mauer zu durchbrechen”, fügte er hinzu.
Lazar sagte, die Zahl der illegalen Grenzgänger sei weiter gewachsen und könne bis zum Jahresende 300.000 erreichen. In den letzten Monaten seien mehr illegale Einwanderer über die Balkanhalbinsel nach Europa eingereist als über Italien, vom Mittelmeer aus. Ungarn sei das Land geworden, das der illegalen Einwanderung “am stärksten ausgesetzt” sei, sagte er.
Lazar sagte, europäische Länder, die eine Grenzschließung umgesetzt haben, hätten es geschafft, die Menschenschmuggelströme um bis zu 90 Prozent zu reduzieren, und fügte hinzu, dass der Kampf gegen Menschenschmuggel nur erfolgreich sein könne, wenn Ungarn, Österreich, Deutschland, Mazedonien und andere Balkanländer zusammenarbeiten.
Der Chef des Regierungsbüros bekräftigte, dass die Regierung sich verpflichtet habe, illegale Migration unter Strafe zu stellen.
Foto: MTI

