Investitionen, EU finanziert Wachstumstreiber, sagt Wirtschaftsminister

Budapest, 30. Juni (MTI) (Investitionen, eine effizientere Verwendung von EU-Mitteln und die fortgesetzten Kreditprogramme der Regierung könnten die Triebkräfte für das künftige Wirtschaftswachstum in Ungarn sein, sagte Wirtschaftsminister Mihaly Varga am Dienstag dem Wirtschaftsforum der Amerikanischen Kammer in Budapest.
Varga gab bekannt, dass die Regierung und AmCham aktiv nach Möglichkeiten suchen, die Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsministerium und der Kammer zu stärken.
Als Faktoren, die zum künftigen Wachstum beitragen könnten, nannte der Minister die wachsende Beschäftigung, die Ausweitung der Exportmärkte, die Verringerung des Verwaltungsaufwands und die Unterdrückung der Schwarzwirtschaft.
Varga bemerkte, dass die Ratingagenturen Ungarn kürzlich höhere Ratings gaben und die Aussichten für die Wirtschaft zum ersten Mal seit 2011 auf “positiv” erhöhten. Er sagte, die Märkte hätten nie an der ungarischen Wirtschaft gezweifelt, fügte jedoch hinzu, dass es wichtig sei, die Ratingagenturen davon zu überzeugen, dass das Land auf dem richtigen Weg sei.
“Skeptiker sagen, EU-Mittel seien der einzige Grund für Ungarns Wachstum, aber wenn das so wäre, müssten 14-15 andere europäische Volkswirtschaften ebenfalls wachsen, was nicht der Fall ist”, sagte Varga.
Er sagte, die fiskalische und monetäre Verantwortung sei die Grundlage für das Wachstum Ungarns und fügte hinzu, dass diese Grundlagen stabil seien.
Varga sagte, obwohl die Investitionen wachsen, müsse mehr getan werden, da die Regierung mehr ausländische Investoren davon überzeugen müsse, dass “es sich lohnt, in Ungarn zu investieren”.
Er sagte, Ungarn müsse seine Exportmärkte erweitern, indem es neue Industrien in Exportaktivitäten einbeziehe. Als Beispiel verwies er auf die Automobilindustrie und warnte davor, dass die Wirtschaft anfällig werden würde, wenn Ungarn seine gesamte Exportstrategie auf einer einzigen Branche basieren würde.
Der Minister stellte fest, dass die USA Ungarns wichtigster Handelspartner außerhalb Europas seien, und wies darauf hin, dass die 1.750 US-Unternehmen, die in Ungarn Geschäfte tätigen, 9 Milliarden Dollar in das Land investiert hätten. Er sagte, die Regierung habe strategische Partnerschaftsabkommen mit zehn amerikanischen Unternehmen unterzeichnet, die insgesamt 33.000 Mitarbeiter beschäftigen.
Zur Bewältigung der Schuldenkrise in Griechenland sagte Varga, Ungarn sei ihr nicht ausgesetzt und wies darauf hin, dass beispielsweise der Handel mit Griechenland etwa 0,4 Prozent des ungarischen Außenhandelsumsatzes ausmache.

