Gesundheitsbehörde wegen illegaler dänischer Spermaeinfuhr Klage einreicht

Budapest, 26. Juni (MTI) – Ungarns Gesundheitsbehörde ANTSZ hat ein Verfahren gegen ein Reproduktionszentrum eingeleitet, bei dem seit 2013 festgestellt wurde, dass es illegal Samen von einer dänischen Samenbank importiert.
ANTSZ sei im März darauf aufmerksam gemacht worden, dass genetisch fehlerhafte Spermien nach Ungarn transportiert wurden, um dort bei der künstlichen Befruchtung eingesetzt zu werden, teilte die ANTSZ am Freitag in einer Erklärung mit. Die beteiligte Organisation, das in Budapest ansässige Krio-Institut, steht im Verdacht, durch den Handel mit menschlichem Sperma in den Strafgesetzbuch verwickelt zu sein, heißt es in der Erklärung.
Die ungarischen Gesetze erlauben derzeit nicht, Samen aus einem anderen Land einzuführen, und dieselben Spender können nur vier Nachkommen zeugen, während in Dänemark diese Grenze bei 12 liegt. Außerdem ist ein persönliches Treffen mit dem Spender in Ungarn eine Voraussetzung, was nicht möglich ist, wenn die Spender aus dem Ausland kommenfügte es hinzu.

