Ungarns Standpunkt: Die EU ist Opfer der Migration und nicht deren Ursache

Ungarn teilt den Standpunkt, dass die Europäische Union Opfer der Migration und nicht deren Ursache sei, in dem Sinne, dass sie darüber nachdenken müsse, wie mit der Situation umgegangen und umgegangen werden solle, sagte Regierungssprecher Zoltán Kovács in einem Interview mit dem Fernsehsender M1 am Montagmorgen, berichtete hirado.hu.

Ungarns Sicht auf die illegale Einwanderung unterscheidet sich nicht drastisch von der Position der Europäischen Union, da die ungarische Regierung selbst der Ansicht ist, dass das Migrationsproblem an der Wurzel behandelt werden sollte. Kovács fügte hinzu, dass die ungarische Regierung auf jedem internationalen Forum den Standpunkt vertreten habe, dass dies der Grund für die Ausreise der Flüchtlinge sei, die in Afrika südlich der Sahara und im Nahen Osten abgeschafft werden sollte (obwohl dies keine leichte Aufgabe ist.

Im Zusammenhang mit der kürzlich eingeleiteten nationalen Konsultation stellte der Regierungssprecher fest, dass bereits im Februar viel über die Notwendigkeit gesagt worden sei, das Thema Einwanderung und illegale Migranten zu diskutieren.

Er betonte: “Dieser Dialog ist nicht notwendig, weil wir diese Menschen ablehnen, sondern weil es, um das Problem angehen zu können, neuer Maßnahmen der EU und der Mitgliedstaaten bedarf”

Als Kovács über den kontinuierlichen Anstieg der Flüchtlingsströme sprach, der in den letzten anderthalb Jahren beobachtet wurde, sagte er, dass Europa „und darin Ungarn „mit einem Problem konfrontiert waren, auf das seine Antworten scheinbar unzureichend waren. Es gibt keine gemeinschaftliche Regelung, die die große Zahl von Einwanderern, die von außerhalb Europas ankommen, ausschließen könnte, und bis zum EU-Gipfel am vergangenen Donnerstag fehlten sogar die Grundbedingungen, die diese Menschen hätten daran hindern können, von Nordafrika nach Europa zu segeln, fügte er hinzu.

Zuvor hatte Premierminister Viktor Orbán Kossuth Rádió gesagt, dass Europa seine Grenzen schützen und diesbezüglich ernsthafte polizeiliche und militärische Maßnahmen durchsetzen müsse. Der Premierminister sagte, dass es nicht ausreiche, die Grenzen Europas zu verteidigen, sondern dass Maßnahmen ergriffen werden müssten, um bei potenziellen Flüchtlingen den Wunsch zu wecken, in ihren Heimatländern zu bleiben.

Basierend auf dem Artikel hirado.hu
Übersetzung von Gábor Hajnal

Foto: MTI

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