FM Szijjarto in Ecuador: Ecuador sieht Ungarn als sein regionales Handelszentrum

Washington, 26. März (MTI) – Von nun an wird Ecuador Ungarn als seinen regionalen Handelsknotenpunkt in Osteuropa betrachten und Ungarn wird bald eine Botschaft und ein Handelshaus in Quito eröffnen, sagte Außenminister Peter Szijjarto am späten Mittwoch nach Gesprächen mit Ecuador Regierungsbeamte.
Szijjarto traf den amtierenden Außenminister Genaro Baldeon, Außenminister Ricardo Patino und Vizepräsident Jorge Glas, um die bilateralen diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu besprechen.
Ungarn werde seine Botschaft in ein oder zwei Monaten wiedereröffnen und im August ein Handelshaus errichten, sagte er am Telefon gegenüber MTI.
Die Maßnahmen dürften dem inzwischen “niedrigen” bilateralen Handelsumsatz von 6,6 Millionen Dollar im Jahr Auftrieb verleihen, sagte der Minister.
Szijjarto und seine Verhandlungspartner identifizierten vier potenzielle Bereiche der Zusammenarbeit, nämlich Informationstechnologie und innovative Industrien, Wassermanagement, Medizintechnik und Handel mit Arzneimitteln.
Es sei vereinbart worden, dass Ungarn 50 ecuadorianischen Studenten an seinen Universitäten Stipendien gewähren werde, sagte er.
Ungarns Fokus auf Ecuador sei umso berechtigter, als Quito Sitz der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) sei und Ecuador die rotierende Präsidentschaft der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) innehabe, sagte Szijjarto.
Die CELAC und die Europäische Union sollen im Juni ein Gipfeltreffen über die Einrichtung eines südlichen Währungsfonds und die Beteiligung Europas an der Entwicklung von Technologie und Infrastruktur abhalten, sagte er.
Im Anschluss an seinen Besuch in Ecuador wird Szijjarto Gespräche in Mexiko und Chile führen.
Foto: MTI

