Weniger Einwanderer aus dem Kosovo, viele aus Syrien, Afghanistan

Budapest, 16. März (MTI) – Die Zahl der illegalen Einwanderer, die aus dem Kosovo nach Ungarn kommen, ist seit Jahresbeginn zurückgegangen, aber von denen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ist sie nach wie vor hoch, sagte der Direktor des nationalen Einwanderungs- und Staatsbürgerschaftsbüros sagte am Montag.

In einem beispiellosen Trend seien seit Anfang 2015 mehr als 7.000 illegale Einwanderer aus diesen drei Ländern angekommen, sagte Zsuzsanna Vegh gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Kossuth Radio.

Die Einwanderer seien aus Gebieten geflohen, in denen sich die Sicherheit erheblich verschlechtert habe, sagte sie und fügte hinzu, dass die Bewertung ihrer Anträge ein komplexerer Prozess sei als die für kosovarische Antragsteller.

Vegh stellte fest, dass infolge der internationalen Zusammenarbeit zwischen den Behörden die Zahl der illegalen Einwanderer deutlich zurückgegangen sei, von rund 1000 pro Tag zu Beginn des Jahres auf 150-200. Doch im internationalen Vergleich sei die Zahl noch immer hoch, fügte sie hinzu.

Mit der Gesamtzahl der beim Amt registrierten Asylbewerber liege Ungarn inzwischen an zweiter Stelle hinter Deutschland, sagte sie.

Das Büro sei zur Bearbeitung von Anträgen auf einen 24-Stunden-Arbeitsplan umgestiegen, fügte Vegh hinzu.

Foto: MTI

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