Orban warnt vor einem frühen Urteil über Russland

Brüssel, den 19. Dezember (MTI) – Der ungarische Ministerpräsident warnte davor, zu früh über die möglichen Folgen der Russlandkrise zu urteilen, und zwar am späten Donnerstagabend in Brüssel.
Russland verfüge über enorme Devisenreserven und außergewöhnlich starke militärische Fähigkeiten, und die Wirtschaft des Landes könne nach einem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs neu organisiert werden, sagte Orban gegenüber Reportern.
Russland sei und werde immer noch ein starkes Land sein, das entsprechend angegangen werden müsse, sagte er.
Bezüglich der Ukraine, einem Schwerpunkt des EU-Gipfels, sagte Orban, dass das Land zusätzlich zu den zuvor angekündigten 17 Milliarden Euro mindestens 15 Milliarden Euro an Fördermitteln erhalten müsse.
Orban kommentierte das von Jean-Claude Juncker, Leiter der Europäischen Kommission, vorgelegte EU-Wirtschaftsbelebungspaket und sagte, die Teilnehmer des Gipfels hätten deutlich erklärt, dass es keine Auswirkungen auf die zuvor für die Mitgliedstaaten genehmigten EU-Mittel haben könne.
Im Zusammenhang mit dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten habe Orban nach eigenen Angaben erstmals erlebt, dass es Fragen gebe, die nicht auf Expertenebene geregelt werden könnten, sondern eine politische Entscheidung erforderten.
“Die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten ist beispielsweise ein solches Thema und Ungarn besteht auf der Wahrung der Souveränität der Justizsysteme der Mitgliedstaaten”, sagte er.
Foto: Büro des Premierministers, – Barna Burger

