Neue ungarische Außenpolitik nötig, sagt FM Szijjarto

Budapest, 8. Dezember (MTI) – Ungarn braucht eine neue Außenpolitik, um auf neue globale Herausforderungen zu reagieren, sagte Außenminister Peter Szijjarto heute dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Parlaments.

Diese neue Politik sei pragmatisch, vertrete wirtschaftliche Interessen und konzentriere sich gleichermaßen auf die transatlantischen und östlichen BeziehungenSie strebe die Vertretung der nationalen ungarischen Interessen an sowie die Förderung zentraler geopolitischer Ziele wie Frieden und Energiesicherheit, sagte er.

Energiesicherheit sei in Mitteleuropa von größter Bedeutung und erfordere Diversifizierung, sagte erDas South Stream-Projekt schien der beste Weg zu sein, diesem Bedarf zu begegnen, und es sei “eine schlechte Nachricht für Ungarn, dass die Pipeline nicht gebaut wird”, fügte er hinzu.

Szijjarto stellte fest, dass die Handelszahlen für neun Monate günstig seien, wobei die Exporte insgesamt um 7 Prozent und die Exporte in EU-Länder um 9 Prozent wuchsen.

Attila Mesterhazy, ein Abgeordneter der Sozialistischen Partei, sagte, die Politik der Öffnung nach Osten sei gescheitert: Die ungarisch-amerikanischen Beziehungen seien auf einem Tiefpunkt und Ungarn habe sich in Europa isoliert.

Zsuzsanna Szelenyi, eine Abgeordnete der Oppositionspartei Egyutt (Gemeinsam), die als Unabhängige sitzt, stellte fest, dass Ungarn von Russland nicht offiziell darüber informiert worden sei, dass es das South Stream-Pipeline-Projekt abgebrochen habe.

Szijjarto räumte ein, dass Ungarn wie andere Nationen nichts von der Entscheidung von Präsident Wladimir Putin gewusst habe, die Pläne aufzugeben, aber Putin und Premierminister Viktor Orban hatten diese Situation am Wochenende am Telefon besprochen. Sie sprachen auch über stärkere Beziehungen zwischen Russland und der Türkei und einen neuen Impuls für die ungarisch-russischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen.

Eine Änderung der ungarischen Ostpolitik sei nicht erforderlich; ein starkes Netz von Beziehungen nach Osten sei ein Muss, sagte erEr fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit mit den USA im Hinblick auf Wirtschaftsbeziehungen, Investitionen und Sicherheitspolitik “rechtslos” sei.

Foto: MTI – Noemi Bruzak

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