Sozialarbeiter protestieren für bessere Bezahlung

Budapest, 12. November (MTI) 2 Gewerkschaften, die Sozialarbeiter vertreten, veranstalteten am Mittwochabend in Budapest eine Demonstration und drängten auf höhere Löhne.

Redner, die sich an die Demonstranten wandten, forderten die Einführung eines neuen Karrieremodells in den Bereichen Sozialarbeit ab 2016 und neue Gehaltsstufen ab Januar 2015. Eine Petition mit Forderungen wurde an einen Vertreter des Premierministers übergeben.

Eine Mehrheit der Arbeitnehmer im sozialen Sektor nehme den Mindestlohn oder etwa diesen Betrag mit nach Hause und könne ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten, sagte Julia Leksz Toth, Mitglied des Lenkungsausschusses der Union der Sozialarbeiter. Sie sagte, die Mitarbeiter seien bereit, einen landesweiten Streik anzukündigen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden.

Laszlo Kiss, Vorsitzender der Unabhängigen Union der Beschäftigten im Gesundheitswesen, sagte, dass im Haushalt 2015 rund 27-30 Milliarden Forint (88-98 Mio. EUR) für die Erhöhung der Löhne in diesem Sektor vorgesehen werden sollten.

Demonstranten marschierten vom Gebäude des Personalministeriums in der Straße der Akademia zum Parlament und skandierten regierungsfeindliche Parolen. Sie betonten, dass ihre Gehälter seit 2008 nicht gestiegen seien und dass sie von den Regierungen sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite enttäuscht worden seien.

Foto: MTI – Balazs Mohai

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