Ungarisches Gesundheitspersonal geht weiterhin ins Ausland, um dort zu arbeiten

Budapest, 7. August (MTI) – Der Zustrom ungarischer Gesundheitspersonal ins Ausland setzte sich im ersten Halbjahr 2014 fort und die Zahl junger Ärzte, die eine Beschäftigung suchten, stieg im Vergleich zum Vorjahr, teilte die Geschäftszeitung Vilaggazdasag heute mit.
Insgesamt 514 Ärzte und Zahnärzte sowie weitere 257 Krankenschwestern und Hebammen hätten im Januar-Juni Zertifikate für eine Arbeit im Ausland beantragt, heißt es in der Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Health-Care Public Administration Office (EEKH), das die Zertifikate ausstellt.
Im Gesamtjahr 2013 betrug die Gesamtzahl der Ärzte und Zahnärzte, die im Ausland arbeiten wollten, 1.218 und der Krankenpfleger 555, heißt es in der Zeitung.
In den letzten siebeneinhalb Jahren hätten mehr als 8.000 Ärzte und Zahnärzte sowie über 2.500 Krankenschwestern und Hebammen den ungarischen Gesundheitssektor verlassen, um in einem anderen Land zu arbeiten, hieß es.
Ihr bevorzugtes Ziel war Deutschland, gefolgt von Großbritannien und Österreich.
Früheren Berichten zufolge sind höhere Löhne der Hauptgrund für ihren Weggang.
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