Ungarn ist nach dem Sieg in Eriwan nur noch einen Sieg von den Play-offs zur Weltmeisterschaft entfernt!

Die ungarische Fußballnationalmannschaft hat am Donnerstag mit einem 1:0-Auswärtssieg in Eriwan gegen Armenien ihren Anspruch auf einen Platz in den Playoffs zur Weltmeisterschaft untermauert. Der Kopfball von Barnabás Varga in der 33. Minute brachte Ungarn in Führung, und die Mannschaft konnte den knappen Vorsprung in der zweiten Halbzeit halten.
Der Sieg war das 81. Spiel von Marco Rossi als ungarischer Cheftrainer, der damit einen neuen Rekord für aufeinanderfolgende Spiele aufstellte. Der bisherige Rekord wurde von Lajos Baróti gehalten, der die Nationalmannschaft in zwei verschiedenen Perioden für insgesamt 117 Spiele betreute, berichtet MTI.
In drei Tagen wird Ungarn Irland in der Puskás Aréna empfangen. Der Ausgang der letzten Gruppenrunde könnte sich jedoch als weniger bedeutend erweisen. Sollten die Iren heute Abend um 20:45 Uhr gegen Portugal verlieren, würde sich der Sieger der Nations League den ersten Platz und die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 sichern, so dass Ungarn als Gruppenzweiter an den Playoffs im März teilnehmen müsste.

Europäische WM-Qualifikation – Gruppe F, Spieltag 5:
Armenien 0-1 Ungarn (0-1)
Eriwan, Vazgen Sargsyan Stadion, 14.000 Zuschauer
Tor: Varga B. (33′)
Erste Halbzeit
In der 33. Minute brachte Szoboszlai eine Flanke von der linken Seite. Varga sprang wie gewohnt über seinen Bewacher hinweg und köpfte den Ball in die rechte Ecke (0:1).
Die 14.000 Zuschauer begrüßten beide Mannschaften, aber Ungarn machte sofort klar, dass es in Eriwan um den Sieg ging. Innerhalb der ersten zehn Minuten erspielten sie sich zwei Chancen: Bollas Schuss aus 13 Metern verfehlte das Ziel, und Schäfers Lauf wurde im letzten Moment von einem aufmerksamen armenischen Verteidiger gestoppt.
Ungarn behielt den Schwung bei, kontrollierte den Ball mindestens doppelt so stark wie die Gastgeber, konnte die Führung aber nicht ausbauen. Nach einer Ecke köpfte Varga über die Latte, und Szoboszlais vielversprechender Schuss wurde von armenischen Verteidigern geblockt.
Die erste echte Chance für Armenien ergab sich nach mehr als 25 Minuten, als Szalai einen Schuss von Sevickyan, der früher für Ferencváros spielte, abblockte. Ungarns Dominanz zahlte sich mit Vargas Weltklasse-Kopfball zum Führungstreffer aus. Die Mannschaft kontrollierte den Rest der ersten Halbzeit, konnte ihren Vorsprung aber nicht ausbauen.

Zweite Halbzeit
Nach der Pause ging Armenien aggressiver zu Werke und übte Druck auf die ungarische Abwehr aus, die die Angriffe über die Flügel abwehren konnte. Da Ungarn Schwierigkeiten hatte, den Ball zu halten, nahm Rossi einige Änderungen in der Offensivreihe vor. Kurz darauf starteten die Ungarn ihren ersten Konter in der ersten Halbzeit, doch ein armenischer Verteidiger konnte die Chance von Szoboszlai im letzten Moment abwehren. Insgesamt blieb der Spielverlauf unverändert: Armenien drängte auf den Ausgleich, während Ungarn sich auf die Verteidigung konzentrierte.
Zwanzig Minuten vor Schluss stabilisierten die eingewechselten Tóth und Vitális das ungarische Mittelfeld und entlasteten Torhüter Dibusz, während Ungarn die Kontrolle über das Spiel zurückgewann. Tóths Schuss streifte sogar den rechten Pfosten. Die beste Chance in dieser Phase hatte jedoch Armenien: Nach einem Ballverlust von Tóth setzte sich Tiknizyan im Eins-gegen-Eins gegen Dibusz durch, schoss aber daneben. Die Ungarn hielten in den verbleibenden Minuten dagegen und sicherten sich die entscheidenden drei Punkte für den Einzug in die Playoffs. Allerdings hatten sie Glück, dass Elojan in der Nachspielzeit eine große Chance aus fünf Metern vergab.


