Das Lohngefälle zwischen Arm und Reich in Ungarn hat gerade einen schockierenden neuen Höchststand erreicht

Nach den neuesten Statistiken des Statistischen Zentralamtes (KSH), die auf Bezirks- und Regionsebene veröffentlicht wurden, sind die Unterschiede bei den ungarischen Löhnen auffallend groß. Die Budaer Bezirke dominieren weiterhin die Rangliste der Verdienste, während in den ärmsten Gebieten des Landes der durchschnittliche Bruttolohn weniger als die Hälfte davon beträgt.
Riesige Lücken: Wie sich die Bruttolöhne nach Regionen unterscheiden
Die höchsten Gehälter wurden im Budapester Bezirk II verzeichnet, wo der durchschnittliche Bruttolohn in den ersten drei Quartalen dieses Jahres HUF 1,16 Millionen erreichte, berichtet HVG. Knapp dahinter liegt der Bezirk XII mit 1,13 Millionen HUF, gefolgt vom Bezirk V, wo der Wert bei 1,04 Millionen HUF liegt. Bezirk I hat ebenfalls die Millionengrenze überschritten. In diesen zentralen Gebieten sind siebenstellige Gehälter eindeutig zur Norm geworden.
Am anderen Ende der Skala ergibt sich ein völlig anderes Bild. Im Bezirk Cigánd lag der durchschnittliche Bruttolohn zwischen Januar und September bei nur 420.000 HUF, was kaum ein Drittel des Niveaus in Buda ist. Etwas höhere Durchschnittswerte wurden im Bezirk Gönc (444.000 HUF) und im Bezirk Fehérgyarmat (450.000 HUF) verzeichnet, aber der Abstand zwischen den am besten und am schlechtesten bezahlten Gebieten beträgt immer noch mehr als das Zweieinhalbfache.

Ländliche Löhne (und sogar ihre Steigerungsrate) bleiben hinter dem Niveau von Budapest zurück
Nicht nur beim Lohnniveau, sondern auch bei der Lohndynamik gibt es erhebliche Unterschiede. Auf nationaler Ebene stiegen die Gehälter im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt um 6,9%, aber die lokalen Daten zeigen erhebliche Unterschiede. In den zehn Bezirken mit der besten Entwicklung lag das Wachstum zwischen 7,3% und 8,5%. Angeführt wird die Liste vom Bezirk Paks mit einem Anstieg von 8,49%, gefolgt vom Bezirk Balmazújváros mit 8,25% und dem Bezirk Hajdúböszörmény mit 7,74%.
In den Bezirken mit der schwächsten Entwicklung lag das Lohnwachstum dagegen nur zwischen 3,4% und 4,4% und damit deutlich unter dem nationalen Durchschnitt. Zu den Schlusslichtern gehören der Bezirk Kazincbarcika (3,79%), der Bezirk Komárom (3,76%) und überraschenderweise der Budapester Bezirk V. Obwohl dieser Bezirk hinsichtlich des Gehaltsniveaus zu den Spitzenreitern gehört, ist seine Lohnzuwachsrate mit nur 3,44% eine der langsamsten des Landes.

