Umfrageführer Péter Magyar malt eine düstere Zukunft für Ungarns Gastarbeiter

Péter Magyar, der Vorsitzende der Theiß-Partei, der in allen unabhängigen Umfragen an der Spitze liegt, hat einen heftigen Angriff auf die ungarischen Gastarbeiter gestartet. Während die Regierung von Viktor Orbán deren Zahl lediglich begrenzt und reduziert hat, will Magyar, dass sie alle nach Hause geschickt werden – ohne Ausnahme – und dass keine weiteren Arbeitskräfte eingestellt werden. Aber Moment mal: Wie um alles in der Welt würde Ungarns Wirtschaft ohne sie weiterlaufen?
Gastarbeiter: begrenzte Zahl
Orbáns Team hat schon lange darauf hingewiesen, dass ohne diese ausländischen Arbeitskräfte arbeitsintensive Sektoren wie die verarbeitende Industrie und der Automobilbau zum Erliegen kommen würden. Der Grund: Ungarns eigene Arbeitskräfte sind erschöpft. Viele Ungarn arbeiten wegen der höheren Löhne im Ausland.
Das Blatt wendete sich 2024, als die Obergrenze für Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Ländern aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten eingeführt wurde. Die Regierung sagte, sie könne nicht mehr als 65.000 Ausländer aufnehmen. Bis 2025 schrumpfte die Zahl auf 35.000 – eine Grenze, die auch in diesem Jahr beibehalten werden soll.

Der Premierminister besteht darauf, dass Ungarn Migranten die Tür vor der Nase zuschlägt, aber Gastarbeitern für kurze Aufenthalte (bis zu zwei Jahre, plus ein Jahr Verlängerung) den roten Teppich ausrollt. Sie verdienen, sie gehen. In einem Gespräch mit der deutschen Bild-Zeitung ließ er jedoch durchblicken, dass diejenigen, die sich gut benehmen und gut arbeiten, die ungarische Staatsbürgerschaft erhalten könnten.
- Premierminister Orbán: Ungarn heißt Franzosen, Deutsche und Italiener willkommen, lehnt Migranten ab – was ist mit den Gastarbeitern?
Magyar: Null Toleranz, ab Juni
Péter Magyar tritt mit einer radikal härteren Gangart an. Er stellt seine zukünftige Regierung als eine des Friedens dar – kein Anheizen von Kriegen, keine Wiederbelebung der Wehrpflicht. Illegale Einwanderung? Er würde sie unterdrücken, jeden EU-Migrationspakt aufkündigen und den südlichen Grenzzaun stehen lassen – und Brüssel die Kosten dafür zahlen lassen.

Am brisantesten ist, dass er das Gastarbeiterprogramm ab dem 1. Juni ganz abschaffen würde, schreibt Szeretlek Magyarország. Magyar besteht darauf, dass Ungarn unter seiner Regierung keine Gastarbeiter mehr aufnehmen würde. Details zu den derzeitigen Arbeitnehmern oder denjenigen, die bereits Papiere in der Hand haben? Bislang Funkstille.
In seiner Neujahrsansprache hat er diese Bombe erstmals platzen lassen, und auf der gestrigen internationalen Pressekonferenz hat er sie noch einmal verdoppelt.
Großer Kampf vor den Wahlen
Magyar dominiert die nicht-staatlichen Umfragen mit Hunderttausenden von Stimmen – wenn die Zahlen stimmen. Doch bis zu den Parlamentswahlen im April sind es noch Monate, und Orbán wird die Macht nicht ohne einen brutalen Kampf aufgeben.
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Sehen Sie sich unten seine vollständige internationale Pressekonferenz an:

