Revolut zieht den Stecker: Warum Ungarn gerade eines seiner größten Kryptowährungs-Gateways verloren hat

Der ungarische Kryptomarkt ist auf ein großes Hindernis gestoßen, nachdem Revolut plötzlich seine Krypto-Dienste in dem Land eingestellt hat. Das Unternehmen hatte Hunderttausende von Nutzern, die nun alle ohne die einfachste und bequemste Möglichkeit des Kryptohandels dastehen.

Revolut hat erklärt, dass die Maßnahme vorübergehend ist und dass sie mit der Einhaltung von Vorschriften zusammenhängt. Ungarn hat neue Krypto-Gesetze eingeführt, die das Feld etwas schwieriger machen. Dies ist Teil eines breiteren europäischen Trends bei den Krypto-Vorschriften.

Was geschah: Revolut stoppt den Krypto-Handel in Ungarn

Seit diesem Sommer ist Revolut in Ungarn nicht mehr aktiv. Alle Dienstleistungen wurden im Juli eingestellt, und ungarische Händler haben seither um einen Ersatz gekämpft. Die Plattform ermöglichte es Nutzern, neue Kryptowährungen zu kaufen, Vermögenswerte zu setzen oder zusätzliche Gelder auf ihre Kryptokonten einzuzahlen. Daher sind fast alle Krypto-Aktivitäten in Ungarn jetzt schwieriger zu bekommen.

Die Art und Weise, wie ungarische Inhaber Kryptowährungen verwenden, hat sich im Laufe der Jahre verändert. Zunächst wurden digitale Währungen hauptsächlich für Krypto-Sportwetten verwendet. Experten wie die von CryptoManiaks haben immer behauptet, dass der anfängliche Reiz von Kryptowährungen in der Möglichkeit bestand, schnelle Zahlungen ohne Angabe persönlicher Daten zu tätigen.

In den letzten Jahren haben sich Kryptowährungen jedoch als Finanzanlagen zur Speicherung von Werten und zur Erzielung von Gewinnen durchgesetzt. Jetzt, da es mehr Krypto-Nutzer gibt und die Gelder einen breiteren Einfluss auf die Wirtschaft haben, hat Ungarn begonnen, den Bereich strenger zu regulieren.

Der regulatorische Auslöser: Ungarns neues Krypto-Gesetz erklärt

Die EU hat mit der Regulierung von Kryptowährungen begonnen, indem sie Strafen gegen Unternehmen verhängt, die sich nicht an die Vorschriften halten, wobei der Schwerpunkt auf Sicherheit, Transparenz und Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche liegt. Die meisten EU-Länder haben einen einheitlichen Ansatz für Kryptowährungen, der auf diesen Prinzipien basiert.

Ungarn hat sich entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen und wesentlich härtere Strafen einzuführen. Es hat eine strafrechtliche Haftung für nicht lizenzierte Krypto-Aktivitäten eingeführt. Wer ohne ordnungsgemäße Genehmigung auf Plattformen mit Kryptowährungen handelt, muss mit bis zu einigen Jahren Gefängnis rechnen. Der Prozess zur Erlangung der ordnungsgemäßen Genehmigung ist auch komplexer als der, der durch das EU-Rahmenwerk Markets in Crypto-Assets (MiCA) eingeführt wurde.

Diese Entscheidung der ungarischen Regierung ist etwas seltsam, denn sie gilt als wirtschaftsfreundliche Regierung, und andere rechtsgerichtete Regierungen haben begonnen, Kryptowährungen zu unterstützen, während Ungarn seine ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen noch verstärkt hat.

Wie ungarische Krypto-Besitzer betroffen sind

Jeden Tag sind die Nutzer stark von dieser Entscheidung betroffen, da sie ihr wichtigstes Krypto-Tool verloren haben und seit sechs Monaten keinen Ersatz gefunden haben. Viele Nutzer haben Krypto ganz aufgegeben, zumindest vorläufig.

Andere haben versucht, ähnliche Dienste in EU-Ländern mit weniger strengen Krypto-Regeln zu finden. Wieder andere haben beschlossen, Revolut in einem der Länder, in denen die Dienste noch verfügbar sind, weiter zu nutzen.

Ungarn vs. Europa: Ein regulatorischer Ausreißer?

Ungarn ist nach wie vor ein Ausreißer bei der Regulierung von Kryptowährungen in Europa. Der allgemeine Trend geht stark in Richtung der Nutzung von Kryptowährungen wie Revolut. Die EU hat den ersten umfassenden Regulierungsrahmen für Kryptonutzer vorgestellt, und es scheint, dass andere Länder ihre Regelungen daran orientieren werden.

Man hat auch das Gefühl, dass Regierungen und traditionelle Unternehmen jetzt hinter den Krypto-Nutzern stehen. Das zeigt sich in den Bemühungen, staatlich unterstützte Kryptos zu fördern und die Verwendung von Stablecoins neben den normalen Kryptos weiter zu betonen. Das Ergebnis wird ein zweigeteilter Markt sein, in dem Ungarn hinter dem Rest Europas zurückbleibt.

Was kommt als Nächstes? Könnte Revolut zurückkehren?

Revolut hat angedeutet, dass es nach Ungarn zurückkehren könnte, und bemüht sich darum, indem es seine Politik mit der Nationalbank abstimmt. Revolut hat auch betont, dass es in anderen EU-Ländern arbeitet und Nutzern geholfen hat, die ihre Konten von Ungarn in eines der Länder verlegen wollen, in denen seine Dienste verfügbar sind.

Das Unternehmen hat bei der ungarischen Nationalbank eine Lizenz im Rahmen der neuen, strengeren Vorschriften beantragt und die Genehmigung erhalten, aber es wird als Bank und nicht als Krypto-Börse operieren. Das ist eine neuartige Art, die Krypto-Vorschriften zu umgehen, und es bleibt abzuwarten, ob es funktionieren wird.

Zusammengefasst

Revolut, ein in Europa tätiges Fintech-Unternehmen, das Krypto-Funktionen anbietet, wurde in Ungarn aufgrund der strengen Krypto-Bestimmungen verboten. Das Unternehmen konnte in den letzten sechs Monaten nicht in dem Land operieren, hat aber jetzt eine neue Lizenz von der ungarischen Nationalbank erhalten. Allerdings hat es noch nicht damit begonnen, Dienstleistungen unter dieser neuen Lizenz anzubieten.

Die EU hingegen verfolgt eine liberalere Politik und erlaubt vielen Krypto-Börsen den Betrieb, allerdings in einem regulierten Rahmen mit klaren Regeln. Viele ungarische Nutzer haben Revolut in Ländern genutzt, in denen die Börse erlaubt ist, während sie in Ungarn verboten ist.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *