Unglaublich: Eine neue Entdeckung könnte die Geheimnisse der Galaxienbildung enthüllen

Mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops haben Wissenschaftler ein einzigartiges, bisher unbekanntes Objekt im Weltraum entdeckt: eine Gaswolke, die trotz aller notwendigen Voraussetzungen nie zu einer Galaxie wurde. Die Formation mit dem Namen Cloud-9 könnte den Forschern helfen zu verstehen, wie Galaxien entstehen und ein neues Licht darauf werfen, wie das Universum in seinen frühesten Stadien Gestalt annahm.
Seit den Anfängen der Menschheit haben die Menschen versucht zu verstehen, wie das Universum entstanden ist. Mit Hilfe moderner Teleskope können Forscher nun Objekte beobachten, die aus den frühesten Perioden des Kosmos stammen. Diese Entdeckungen können helfen, die Geheimnisse der Galaxienbildung zu lüften und zu erklären, wie sich die kosmische Umgebung, in der wir heute leben, entwickelt hat. Es gibt jedoch auch Himmelskörper, die zwar wichtige Informationen enthalten, deren Ursprung jedoch rätselhaft bleibt.
Die Einzigartigkeit von Cloud-9
Die jüngste Entdeckung von Hubble, die als Wolke 9 bekannte Wolke, hat sich als besonders faszinierend erwiesen. Diese Reionization-Limited H I Cloud (RELHIC) ist ein von dunkler Materie dominiertes Objekt, dessen Masse ausreichen sollte, um eine Galaxie zu bilden – und doch hat sich in ihr kein einziger Stern gebildet. Laut einer Studie könnte Cloud-9 ein entscheidendes Fenster zum Verständnis der Galaxienentstehung öffnen, während Einsteins Relativitätstheorie im Zusammenhang mit der Erforschung der dunklen Materie ebenfalls neue Bedeutung erlangen könnte.
Die Entstehung von Galaxien ist kein einfacher Prozess. Die Entstehung von Sternen hängt vom Vorhandensein von ausreichend Wasserstoff und anderen Gasen ab, während die Schwerkraft und die Verteilung der dunklen Materie ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Im Fall von Cloud-9 – einer neutralen Wasserstoffwolke mit einer Ausdehnung von etwa 4.900 Lichtjahren – entspricht allein die Masse des Gases etwa einer Million Sonnen. Aufgrund des Vorhandenseins von dunkler Materie und Gravitationseffekten könnte ihre Gesamtmasse jedoch mit fünf Milliarden Sonnen vergleichbar sein.

Was verrät all dies über die Entstehung von Galaxien?
Das Objekt wurde zuerst vom chinesischen FAST-Teleskop entdeckt. Später wurden die Signale von den Teleskopen Green Bank und Very Large Array bestätigt. Schließlich bestätigte das Hubble-Weltraumteleskop, dass die Wolke tatsächlich keine Sterne enthält. Obwohl Einsteins Relativitätstheorie besagt, dass Masse und Schwerkraft miteinander verbunden sind, beweist Cloud-9, dass der Einfluss der Schwerkraft allein nicht immer zur Sternbildung führt. Dies gibt Wissenschaftlern die Möglichkeit, zu modellieren, welche Faktoren die Entstehung von Galaxien beeinflussen und warum nicht jede Wolke zu einer Galaxie wird.
Warum ist das Studium der Galaxienbildung so wichtig?
Die Untersuchung von Cloud-9 zeigt, dass viele Objekte nie zu sichtbaren Galaxien werden, selbst wenn genügend Material vorhanden ist. Diese sternlosen Wolken dienen daher als uralte Spuren, die die frühesten Stadien der Galaxienbildung offenbaren, als das Universum noch jung war.
Die Entdeckung ist besonders aufregend im Hinblick auf zukünftige Teleskope. Mit Hilfe des Vera C. Rubin-Observatoriums und anderer empfindlicher Instrumente könnten Wissenschaftler mehr dieser verborgenen Wolken finden und die Geschichte der Galaxienbildung genauer rekonstruieren.
Der Fall von Cloud-9 ist auch deshalb wertvoll, weil er zeigt, dass die Entstehung von Galaxien kein automatischer Prozess ist. Das Objekt ermöglicht es den Wissenschaftlern, die Wechselwirkung zwischen dunkler Materie und Wasserstoff zu untersuchen und die praktische Anwendung von Einsteins Theorie über die Beziehung zwischen Schwerkraft und Masse zu testen. Anhand dieser Wolke können die Astronomen untersuchen, was passiert, wenn die Galaxienbildung scheitert und warum bestimmte Bedingungen notwendig sind, damit sie gelingt.

