Ungarn eröffnet neues Konsulat zur Unterstützung von Urlaubern

Ungarn hat ein Konsulat in Thessaloniki eröffnet, um ungarische Touristen in Nordgriechenland besser betreuen zu können. Das sagte Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó am Montag und fügte hinzu, dass das neue Büro die fünfte gemeinsame Auslandsvertretung mit Serbien sein wird.

Das neue Konsulat im Gebäude des serbischen Konsulats

Fast 600.000 Ungarn besuchten Griechenland im vergangenen Jahr und verbrachten dort mehr als drei Millionen Übernachtungen. Damit sei Griechenland das zweitbeliebteste Reiseziel für ungarische Reisende, sagte Szijjártó bei der Einweihung des Konsulats laut einer Erklärung des Ministeriums.

Die Zahl der ungarisch-griechischen Eheschließungen ist ebenfalls gestiegen, und immer mehr Ungarn, die bei multinationalen Unternehmen beschäftigt sind, leben in Griechenland, sagte der Minister. Dies und die Notsituationen der letzten Jahre hätten die Nachfrage nach erweiterten konsularischen Dienstleistungen weiter erhöht.

New Hungarian consulate in Greece
Der berühmte Weiße Turm von Thessaloniki. Foto: depositphotos.com

“Angesichts der großen Entfernungen und der vielen Inseln in Griechenland ist es einfach unpraktisch, konsularische Dienstleistungen nur von Athen aus anzubieten”, sagte Szijjártó. Das Konsulat, das sich im Gebäude des serbischen Konsulats befindet, wird von April bis Oktober jeden Jahres eine schnellere Bearbeitung konsularischer Angelegenheiten und sofortige Hilfe in Notfällen gewährleisten, sagte Szijjártó.

Höchstes gegenseitiges Vertrauen mit Serbien

Er bezeichnete die Vereinbarung als “innovativ und kosteneffizient”, nachdem bereits in Chile, der Demokratischen Republik Kongo, Sambia und Montenegro erfolgreich gemeinsame Aktionen mit Serbien durchgeführt wurden.

szijjártó in serbia
Péter Szijjártó und Energieministerin Dubravka Đedović in Serbien. Quelle: Facebook/Szijjártó Péter

“Diese Ebene der Zusammenarbeit erfordert höchstes gegenseitiges Vertrauen und ist einzigartig für unsere Partnerschaft mit Serbien”, sagte er.

Szijjártó hob auch laufende strategische Projekte hervor, darunter die bevorstehende Eisenbahnlinie Budapest-Belgrad und Gespräche über den Erwerb der russischen Beteiligung an der serbischen Ölgesellschaft NIS, die die regionale Energiesicherheit erhöhen würde.

“Wir sagen oft, dass praktische Ergebnisse und nicht die Ideologie das Maß für den Erfolg einer außenpolitischen Strategie sind”, sagte Szijjártó. “Die heutige Veranstaltung ist eines der besten Beispiele dafür: ein greifbarer Erfolg, der unseren Bürgern direkt zugute kommt.”

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