Italienischer Außenminister Tajani: “Wir schaffen Frieden” durch die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina

Italien macht die Olympischen Winterspiele 2026 zu einem Herzstück der “Sportdiplomatie”, indem es die Spiele in Mailand-Cortina als Plattform für Frieden, Innovation und langfristige Entwicklung versteht, sagte Außenminister Antonio Tajani in einem am 6. Februar 2026 veröffentlichten Interview.
Olympische Winterspiele 2026 als Soft Power und wirtschaftliches Erbe
Tajani sagte, dass Mailand-Cortina 2026 ein globales Großereignis sein wird, bei dem 3.500 Athleten aus mehr als 90 Ländern in 304 Wettbewerben gegeneinander antreten werden, mit einem geschätzten weltweiten Publikum von drei Milliarden Menschen. Er sagte auch, dass bei der Eröffnungszeremonie rund 50 Staats- und Regierungschefs anwesend sein werden.
Über den Sport hinaus stünden die Spiele für “Entwicklung, Innovation und eine zukunftsweisende Vision”. Er verwies auf die geschätzten wirtschaftlichen Auswirkungen in Höhe von 5,3 Milliarden Euro und ein dauerhaftes Vermächtnis in den Bereichen Infrastruktur und territoriale Entwicklung. In seinem Rahmen ist dieses Vermächtnis auch diplomatisch: Die Spiele sollen Italiens internationale Positionierung durch Soft Power stärken.
Eine ‘diffuse’ Olympiade in Norditalien
Eine wichtige politische Botschaft, so Tajani weiter, ist, dass die Winterspiele zum ersten Mal in einem “diffusen” Format organisiert werden: Sie konzentrieren sich auf Mailand und Cortina, beziehen aber auch weitere Gebiete wie die Lombardei, Venetien und Trentino-Südtirol ein, die durch eine Agenda für Nachhaltigkeit und Integration miteinander verbunden sind.
Er wies auch auf das Ausmaß der Beteiligung hinter den Kulissen hin: rund 18.000 Freiwillige sowie eine diplomatische Task Force, die junge Beamte, Institutionen und lokale Gemeinschaften zusammenbringen soll.
Eine integrierte Strategie der Sportdiplomatie
Tajani zufolge hat das italienischeMinisterium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit die Ankunft der Spiele mit einer integrierten Strategie unterstützt, die vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde. Dazu gehören die Einrichtung eines Büros für Sportdiplomatie und eine internationale Roadshow durch Europa, Nordamerika und Asien, an der Sportler, Medien und Unternehmen beteiligt sind.
Er sagte, die Strategie ziele darauf ab, die Gastgeberländer zu fördern und Italiens Image als “innovativ, nachhaltig und einladend” zu stärken, indem die Olympischen Spiele mit internationalen Schaufenstern wie der Expo Osaka 2025, Wirtschaftsforen und Initiativen zum “Tag des italienischen Sports” im Ausland verknüpft werden.
Olympischer Friede und “Spiele des Friedens” als Botschaft inmitten globaler Konflikte
Tajani argumentierte, dass die Olympischen Spiele in einer von Konflikten geprägten Welt ein glaubwürdiger Raum für den Dialog bleiben können und beschrieb die Spiele als ein universelles Symbol für Frieden, Respekt und Integration.
Er verwies auch auf die Rolle Italiens bei der Verabschiedung einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen über den Olympischen Frieden für Mailand-Cortina 2026, die als Appell an den Sport gerichtet war, “die Waffen zum Schweigen zu bringen”. Jüngste Berichte haben den Aufruf zum Olympischen Frieden mit diplomatischen Appellen rund um den Beginn der Spiele in Verbindung gebracht, darunter auch eine Botschaft des Vatikans, in der zur Achtung der Tradition aufgerufen wird.
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Für ausländische Leser: Was ist Milano-Cortina 2026?
Die Olympischen Winterspiele 2026 (Milano-Cortina 2026) sind Italiens erste Winterspiele, die nicht in einer einzigen kompakten Gastgeberstadt, sondern an mehreren Orten in Norditalien ausgetragen werden. Laut Tajani ist das Ziel des Projekts nicht nur die Präsentation von Spitzensport, sondern auch die Entwicklung der Infrastruktur, die Vorstellung italienischer Regionen in der Welt und die Stärkung des diplomatischen Images Italiens durch “Sportdiplomatie”.
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