Ungarns MOL sucht nach Öl in Afrikas größten unerschlossenen Reserven

Das ungarische Öl- und Gasunternehmen MOL kündigte am Mittwoch seinen Einstieg in Libyen in Partnerschaft mit der spanischen Repsol und der türkischen TPAO an.

Nachdem MOL ein gemeinsames Gebot für den Offshore-Block O7 abgegeben hat, wird das Unternehmen mit einem Anteil von 20 Prozent in das Explorationsprojekt einsteigen. Repsol wird 40 Prozent halten und das Projekt betreiben, und TPAO wird einen Anteil von 40 Prozent haben. Der O7-Block, der mehr als 10.300 Quadratkilometer umfasst, befindet sich etwa 140 km nordwestlich von Benghazi, schrieb die Ungarische Nachrichtenagentur.

Der Vorstandsvorsitzende der Mol-Gruppe, Zsolt Hernádi, betonte in der Erklärung: Die Allianz mit zwei erfahrenen Betreibern versetzt Mol in die Lage, eine zentrale Rolle in einem der vielversprechendsten Offshore-Explorationsprojekte Nordafrikas zu spielen und gleichzeitig an den Gewinnen teilzuhaben.

Für Mol bedeutet der Einstieg in Libyen mehr als nur eine geografische Expansion. Dieses Joint Venture ist ein bedeutender Schritt zur Diversifizierung der Ressourcen und zur Stärkung der Energiesicherheit für die Binnenstaaten unserer Region, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

In der Mitteilung wurde darauf hingewiesen, dass Mol im Rahmen seines internationalen Portfolios Öl- und Gasexplorations- und -produktionsanlagen in neun Ländern besitzt und in acht Ländern tätig ist: Kroatien, Aserbaidschan, Irak, Kasachstan, Russland, Pakistan, Ägypten und Ungarn.

90.000 Barrel pro Tag

Um in den nächsten fünf Jahren eine Tagesproduktion von mindestens 90.000 Barrel Öläquivalent zu erreichen, will Mol seine internationale Präsenz verstärken und zusätzliche strategische Partnerschaften eingehen.

In diesem Sinne hat das Unternehmen kürzlich Kooperationsabkommen mit der nationalen Ölgesellschaft Kasachstans (KazMunayGas), der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans (SOCAR), der nationalen Ölgesellschaft der Türkei (Turkish Petroleum) und kürzlich mit der National Oil Corporation (NOC) von Libyen unterzeichnet.

Die neue strategische Partnerschaft zwischen der Mol-Gruppe und der NOC, die am 30. Januar in Budapest von Zsolt Hernádi und Masoud Suleman, dem Präsidenten der libyschen National Oil Corporation, besiegelt wurde, stellt einen wichtigen Fortschritt bei der Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit im Öl- und Gasbereich dar.

Neue Geschäftsperspektiven

Das Memorandum of Understanding legt den Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit und skizziert einen gemeinsamen Arbeitsplan für Schlüsselbereiche wie die Exploration und Förderung von Kohlenwasserstoffen, technologische Innovationen und Feldentwicklungen, Rohölversorgung und -handel sowie Möglichkeiten für Ölfelddienstleistungen in Libyen.

Durch diese Partnerschaft wollen Mol und NOC ihre Beziehungen vertiefen und neue Geschäftsperspektiven identifizieren, die die globale Präsenz und das langfristige Wachstum beider Unternehmen stärken werden, so Mol.

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