Busójárás 2026: Der Winterkarneval von Mohács kehrt mit Masken und Lagerfeuern zurück!

Vom 12. bis 17. Februar steht die kleine ungarische Stadt Mohács wieder einmal ganz im Zeichen des Busójárás. Sechs Tage lang füllt sich das Stadtzentrum mit maskierten Gestalten, Trommeln, Volksmusik, Marktständen, Tänzen – und der Art von kontrolliertem Chaos, die Busójárás weniger wie ein Festival und mehr wie eine lebendige Tradition erscheinen lässt.
Wenn Sie durch die alten Straßen gehen, werden Sie unweigerlich auf eine Busó-Gruppe, eine Tambura-Band, eine spontane Aufführung oder einen plötzlichen Lärmausbruch von Glocken und Rasseln stoßen.
Wenn Sie die wahren Höhepunkte miterleben möchten, haben die Organisatoren ein detailliertes Programm an mehreren Orten zusammengestellt.
Was ist Busójárás also wirklich?
Busójárás ist eine traditionelle Karnevalsveranstaltung in Mohács, die jedes Jahr im Februar stattfindet. Es ist vor allem für die Busós bekannt: maskierte Figuren in Pelzkostümen, die Glocken, Rasseln und Trommeln tragen.

Diese Elemente stammen von einem alten Brauch, der mit dem Ende des Winters verbunden ist. Das Lärmen war ursprünglich dazu gedacht, den Winter zu vertreiben, und es ist auch heute noch einer der erkennbarsten Teile der Veranstaltung.
Ein kleines Detail, das vielen Besuchern auffällt: Die Masken sind selten identisch. Viele sind handgeschnitzt, und die örtlichen Maskenmacher stellen in Mohács noch immer traditionelle Stücke her.
Das Festival begann offiziell am Donnerstag
Der offizielle Eröffnungstag ist Donnerstag, der 12. Februar, bekannt als Kisfarsang (“Kleiner Karneval”).
In Wirklichkeit fängt Mohács schon früher in der Woche an, warm zu werden – aber die meisten Besucher legen ihre Reise bewusst auf das Wochenende. Und das aus gutem Grund: Samstag und Sonntag sind die geschäftigsten Tage, wenn der Markt den ganzen Tag geöffnet ist, Bühnenprogramme parallel laufen und ständig Busó-Gruppen in der ganzen Stadt auftauchen.

Wussten Sie schon?
Eine der unsichtbaren Hauptfiguren des Festes ist der Maskenschnitzer. In Mohács ist dies ein eigenes Handwerk – und viele traditionelle Busó-Masken sind immer noch handgeschnitzte Unikate.
Für Besucher ist dies auch ein Teil des Zaubers, dass Busójárás eine stadtweite Tradition ist, die von echten Menschen, Familien, Werkstätten und Generationen am Leben erhalten wird.
Samstag: vier Orte werden gleichzeitig lebendig
Dem Programm zufolge ist der Samstag, 14. Februar, einer der dichtesten Tage des Festivals. Zu diesem Zeitpunkt finden an mehreren Orten eigene Shows und Veranstaltungen statt, darunter:
- Széchenyi-Platz
- Deák-Platz
- Selyemgyár Kulturviertel
- Busóudvar (Busó-Hof)
In den Morgenstunden ziehen Tambura-Ensembles, Volkstanzgruppen und Busó-Gruppen durch die Straßen. Währenddessen findet im Busóudvar eine Live-Kochveranstaltung mit dem Titel “Flavours of Mohács” statt.
Am Samstag finden auch kleinere Sonderprogramme statt, wie z.B. ein Workshop zur Herstellung traditioneller Šokac-Kostüme im Museum und Karnevalsspiele in der Síp-Straße mit Wagenschmuck und weiteren Kochshows.
Der Tag endet mit einem südslawischen Tanzhaus und einem Konzert.
Sonntag: die Donauüberquerung, die Parade und das Freudenfeuer
Für die meisten Menschen ist der Farsang-Sonntag (15. Februar) der wahre Höhepunkt von Busójárás.
Vom frühen Morgen an gibt es in der ganzen Stadt Programme – offene Höfe, Treffen der Busó-Gruppen, Bühnenshows und der Markt ist in vollem Gange.
Aber die ikonischste Sequenz beginnt um die Mittagszeit:
- 12:30 – die Busós überqueren die Donau mit dem Boot nach Sokacrév
- 14:00 – die große Busó-Parade beginnt
- 17:30 – Anzünden des Lagerfeuers und Tanz mit den Busós auf dem Széchenyi-Platz
Viele Besucher sichern sich schon Stunden im Voraus einen Platz am Fluss, denn die Überfahrt ist einer der Momente, in denen sich Busójárás fast filmisch anfühlt – Pelzkostüme, geschnitzte Masken, Rauch, Trommeln, kalte Luft und der Fluss selbst als Bühne.
Wussten Sie schon?
Während des Busójárás werden Sie nicht nur Busós begegnen. Vielleicht begegnen Sie auch den Jankelés – Figuren, die traditionell Lärm machen, Streiche spielen und helfen, die Menge zu kontrollieren.
Montag und Dienstag: Familienprogramme und der “Abschied vom Karneval”
Die letzten beiden Tage sind ruhiger – weniger große Paraden, aber immer noch viel los.
Am Montag (16. Februar) veranstaltet das Kanizsai Dorottya Museum ein interaktives Karnevalsprogramm für Kinder und ist damit eine gute Option für Familien.
Am Dienstag (17. Februar) – Húshagyókedd, dem Abschlusstag – wird das letzte Kapitel des Festivals gespielt.
Am Morgen bleibt der Busóudvar mit Familienaktivitäten wie:
- Masken basteln
- Handwerk
- Kinderprogramme
Am Nachmittag übernimmt das Stadtzentrum wieder die Führung:
- 14:30 – Abschlussparade vom Kóló-Platz zum Széchenyi-Platz
- 17:30 – Anzünden des Lagerfeuers und Verbrennung des Sarges auf dem Széchenyi-Platz
- 19:00 – Südslawisches Tanzhaus auf dem Marktplatz
Die Sargverbrennung ist eine der beliebtesten Abschlusstraditionen – ein symbolischer Abschied vom Karneval und eine letzte laute Erinnerung daran, dass der Winter nicht mehr willkommen ist.
Wenn Sie sehen möchten, wie Busójárás im letzten Jahr aussah, schauen Sie sich unsere Fotogalerie zum Mohács Busó Festival 2025 an.
Den vollständigen offiziellen Zeitplan – und eventuelle Änderungen in letzter Minute – finden Sie auf der offiziellen Seite der Organisatoren.

