Beliebtes Budapester Lokal nach Drogenrazzia und gewalttätigem Zwischenfall geschlossen

Am 19. Februar wurde die beliebte Symbol Event Hall in Budapest geschlossen, nachdem bei einer dramatischen gemeinsamen Razzia der ungarischen und polnischen Polizei ein internationales Drogenhandelsnetzwerk aufgedeckt wurde.

Drogennetzwerk aufgedeckt

Bei der Razzia wurden 16 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt, mehrere Personen in Gewahrsam genommen und ein gewalttätiger Vorfall ans Licht gebracht, bei dem ein Gast angegriffen wurde, weil er die von einem Mann angebotenen Drogen abgelehnt hatte, berichtete HVG.hu

Es besteht der Verdacht, dass einer der Festgenommenen, der 51-jährige Zsolt D., in der Bécsi-Straße im Symbol illegale Substanzen verkauft hat – sowohl als Stammgast als auch als “Geschäftsmann”.

Die Behörden haben die vorübergehende Schließung des Lokals im Rahmen des Gesetzes über die organisierte Kriminalität beschlossen: vom 19. Februar bis zum 19. April wird der beliebte Veranstaltungsort geschlossen bleiben.

Drogen auf der Toilette angeboten – und ein Schlag als Antwort

Neben der Zerschlagung des Drogennetzwerks kam es auch zu einem schockierenden besonderen Vorfall. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2026 betrat ein Gast die Toilette des Symbol – nur um mit einem unerwarteten Angebot konfrontiert zu werden.

Ein Mann drückte ihm Drogen in die Hand. Als der Gast sich weigerte, ließ der Mann nicht locker: Zusammen mit seinen Komplizen blockierte er den Ausgang und hielt den Gast fest, dann schlug er ihm zweimal ins Gesicht.

Der Angreifer ist kein gewöhnlicher Mensch: Er hat eine professionelle Boxerfahrung und ist 37 Jahre alt. Die Polizei nahm ihn in Gewahrsam, und ein Schnelltest wies mehrere Drogen in seinem Körper nach. Er wird nun wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Besitz von Betäubungsmitteln angeklagt, und die Behörden haben auch seine Festnahme beantragt.

Das Symbol verteidigt sich: “Wir sind Opfer, nicht Täter”

Die Betreiber des Lokals haben nicht geschwiegen. Noch am selben Tag gaben sie eine Erklärung ab, in der sie sich von allen illegalen Aktivitäten distanzierten.

Das Symbol betonte auch, dass ein Vergnügungslokal keine Strafverfolgungsbehörde ist: Es hat weder die Befugnis noch die Mittel, Kontrollen auf behördlicher Ebene in seinen Räumlichkeiten durchzuführen. Sie tun alles, was möglich ist – Sicherheitspersonal, ständige Zusammenarbeit mit den Behörden – aber sie können nicht in die Taschen der Gäste schauen. Die Betreiber leiten innerhalb des zulässigen Zeitrahmens rechtliche Schritte ein.

Wer zahlt für die Verbrechen anderer?

Es ist nicht klar, wo die Verantwortung liegt. In seiner Erklärung erklärte der Betreiber offen, dass die derzeitige Rechtspraxis Lokale kriminalisieren könnte, die in gutem Glauben arbeiten und die Regeln befolgen.

Eine mehrwöchige oder gar monatelange Schließung ist nicht nur ein finanzieller Schlag – entgangene Einnahmen, abgesagte Veranstaltungen, Einstellung von Mitarbeitern – sondern schadet auch dem Ruf des Lokals.

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