Skandal: Ungarischer Vize-Bürgermeister Bodor tritt nach Fest-Schlägerei zurück

Eine schwere Schlägerei hat das Dorf Szentmártonkáta im Komitat Pest nach einem lokalen Wurstfest erschüttert. Der stellvertretende Bürgermeister András Bodor ist von seinem Amt zurückgetreten, nachdem eine Frau ihn beschuldigt hatte, sie während des Vorfalls angegriffen zu haben. Die Polizei hat ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet.

Die Schlägerei brach nach dem Fest aus

Die Schlägerei begann Berichten zufolge, als sich das Szentmártonkáta-Wurstfest dem Ende zuneigte. Laut Zeugenaussagen kam es zu einem heftigen Streit zwischen dem stellvertretenden Bürgermeister András Bodor und anderen Gästen, die nach dem offiziellen Programm auf dem Gelände geblieben waren.

Die Meinungsverschiedenheit eskalierte schnell zu einer körperlichen Konfrontation. Mehrere Zeugen sagten, dass viele der Anwesenden den ganzen Abend über Alkohol getrunken hatten, was die Situation verschärft und zu der Schlägerei beigetragen haben könnte.

Der Rettungsdienst wurde bald darauf zum Tatort gerufen, und sowohl Polizeibeamte als auch Sanitäter trafen auf dem Festivalgelände ein. Die Nachricht von der Schlägerei verbreitete sich schnell im ganzen Dorf, wo die Bewohner auch in den Tagen danach noch über den Vorfall diskutierten. Ein Zeuge, Sándor, erzählte Reportern, dass sich die Ereignisse extrem schnell abspielten: Als er in die Gegend zurückkehrte, waren Polizeifahrzeuge mit Blaulicht bereits in der Nähe des Bierzeltes angekommen.

Frau erlitt angeblich schwere Verletzungen

Eine der Teilnehmerinnen an der Schlägerei war eine 27-jährige Frau namens Gréta, die behauptet, dass András Bodor sie während der Auseinandersetzung geschlagen hat. Berichten zufolge erlitt sie erhebliche Verletzungen im Gesicht und am Auge und musste sofort ärztlich behandelt werden.

Sie wurde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte mehrere Untersuchungen durchführten. Zunächst wurde befürchtet, dass eine Operation erforderlich sein könnte, weil die Verletzung ihr Augenlicht beeinträchtigt haben könnte. Spätere ärztliche Untersuchungen ergaben jedoch, dass ihr Sehvermögen wahrscheinlich intakt bleiben wird, auch wenn eine vollständige Genesung mehrere Wochen dauern kann, während die Schwellungen und Blutergüsse abklingen.

Der Ehemann von Gréta war während der Schlägerei ebenfalls anwesend und versuchte Berichten zufolge einzugreifen, um seine Frau zu schützen. Die Polizei nahm beide Männer noch am Tatort fest, um die Umstände des Vorfalls zu klären. Während Bodor im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Übergriff befragt wurde, wurde der Ehemann später von der Polizei als Zeuge vernommen.

Eine Anwohnerin, Viktória, sagte, die Frau sei von den Ereignissen tief getroffen worden. Ihr zufolge waren die Verletzungen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Sie kritisierte diejenigen, die dem Opfer die Schuld gegeben hatten, anstatt die angebliche Gewalt zu verurteilen.

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Das Gebäude des Gemeindeamtes von Szentmártonkáta. Quelle: szentmartonkata.asp.lgov.hu

Ein früherer Konflikt könnte zu der Schlägerei geführt haben

Nach Angaben der verletzten Frau könnte die Schlägerei auf einen früheren Streit zurückzuführen sein. Sie behauptet, der stellvertretende Bürgermeister habe ihr einige Monate vor dem Festival eine gut bezahlte Stelle bei der örtlichen Gemeinde im Austausch für sexuelle Gefälligkeiten angeboten.

Während des Festivals soll sie Bodor vor anderen Leuten auf diesen angeblichen Vorschlag angesprochen haben. Zeugen sagen, dass diese Anschuldigung einen heftigen Streit auslöste, der schließlich in der Schlägerei eskalierte.

Infolgedessen hat der Vorfall noch mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da es sich nicht nur um einen angeblichen körperlichen Übergriff handelt, sondern auch um Vorwürfe wegen unangemessenen Verhaltens im Zusammenhang mit einem Amtsträger.

Stellvertretender Bürgermeister streitet Vorwürfe ab

Nach dem Vorfall kündigte András Bodor an, dass er von seinem Amt als stellvertretender Bürgermeister zurücktreten werde, solange die Ermittlungen andauern. In einer in den sozialen Medien veröffentlichten Erklärung bezeichnete er die Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Schlägerei als unbegründet und unwahr.

Er erklärte auch, dass er nicht wolle, dass die Angelegenheit Teil eines politischen Streits werde und betonte, dass er bereit sei, voll mit den Behörden zu kooperieren. Der Beitrag verschwand später von seiner Social-Media-Seite, was die Spekulationen über die Situation weiter anheizte.

Einige Anwohner behaupteten auch, Bodor sei in der Nacht des Festivals stark alkoholisiert gewesen und habe erst am nächsten Tag von der Polizei befragt werden können.

Polizeiliche Ermittlungen könnten die Schlägerei aufklären

Im Zusammenhang mit der Schlägerei auf dem Festival wurde eine polizeiliche Untersuchung eingeleitet. Es wird erwartet, dass die Behörden mehrere Zeugen befragen und Aussagen von Personen sammeln werden, die bei dem Vorfall anwesend waren.

In Szentmártonkáta bleibt die Schlägerei ein großes Gesprächsthema unter den Einwohnern. Einige haben ihre Unterstützung für die verletzte Frau zum Ausdruck gebracht, während andere sagen, dass das endgültige Urteil den offiziellen Ermittlungen überlassen werden sollte.

Quellen: Blikk; Telex

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