Wenn das Parlament so entscheiden würde, würden Netanjahu und Putin verhaftet werden, wenn sie nach Ungarn kämen

Die Nationalversammlung wird am Mittwoch über die Rücknahme des Gesetzes über den Austritt Ungarns aus dem Internationalen Strafgerichtshof diskutieren und die Debatte über die 16. Änderung des ungarischen Grundgesetzes eröffnen. Laut der auf der Website des Parlaments veröffentlichten Tagesordnung wird auch die Debatte über einen Vorschlag zur Aussetzung von Gerichtsverfahren und der Vollstreckung von Devisenschulden beginnen.
Die Sitzung wird um 9 Uhr beginnen. Der Gesetzesentwurf zur Rücknahme des Gesetzes über den Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof wird in einem Schnellverfahren debattiert, das voraussichtlich heute zum Abschluss kommt.
Außerdem werden die Abgeordneten über die 16. Änderung des ungarischen Grundgesetzes debattieren, mit der die Amtszeit der Ministerpräsidenten auf 8 Jahre begrenzt, das Amt für den Schutz der nationalen Souveränität abgeschafft und das Vermögen von Stiftungen zur Vermögensverwaltung, die öffentliche Aufgaben erfüllen, als Teil des nationalen Vermögens eingestuft werden soll. Der Vorschlag wurde von Marton Mellethei-Barna und Istvan Hantosi von der Tisza-Partei eingereicht.

Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) hat sowohl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin als auch gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu offizielle Haftbefehle erlassen. Dies ist ein beispielloser Schritt im internationalen Recht, da beide Personen amtierende Staatsoberhäupter sind. Weder Russland noch Israel sind Mitglied des IStGH, d.h. das Gericht verlässt sich ganz auf seine 124 Mitgliedsstaaten, um die Verhaftungen zu vollstrecken, wenn einer der beiden Führer in ihr Hoheitsgebiet reist. Wenn Ungarn Mitglied bleibt, gilt diese Verpflichtung auch für uns. Das bedeutet, dass es undenkbar wäre, dass sich Trump und Putin in Budapest treffen, um über die Zukunft der Ukraine zu sprechen, wie es ursprünglich geplant war.
Magyarische Regierung ordnet Untersuchung von Private Equity Fonds an
Die Regierung hat in einer in der letzten Ausgabe des Amtsblattes Magyar Közlöny veröffentlichten Resolution eine Überprüfung des rechtlichen Rahmens und der Funktionsweise von Private-Equity-Fonds angeordnet. Der Finanzminister wurde angewiesen, die Untersuchung durchzuführen, die notwendig ist, um “Transparenz der Eigentumsverhältnisse herzustellen”.
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