Ungarn bereitet sich nach einer rekordwarmen Nacht auf eine Hitzewelle mit 40 °C vor

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Ungarn steht vor einem weiteren Tag extremer Sommerhitze, wobei die Temperaturen am Sonntag voraussichtlich auf bis zu 40 °C steigen werden, nachdem das Land eine Rekord-Wärmenacht erlebt hat.
Laut der aktuellen Vorhersage von HungaroMet wird es im Großteil des Landes sonnig oder nur leicht bewölkt sein, obwohl sich im Laufe des Tages in Teilen des Nordungarischen Gebirges und des Transdanubischen Gebirges vereinzelte Schauer und Gewitter entwickeln könnten.
Hitzewelle steigt auf 40 °C
Die Höchsttemperaturen am Nachmittag werden voraussichtlich zwischen 34 °C und 40 °C liegen, während die Temperaturen auch nach Sonnenuntergang außergewöhnlich hoch bleiben dürften und erst am späten Abend auf 25–32 °C sinken werden.
Der Wind weht im Allgemeinen schwach bis mäßig, in einigen Gebieten sind jedoch stärkere Nordostwinde möglich. Eventuell auftretende Gewitter könnten von vorübergehenden Windböen in Sturmstärke von 60–70 km/h, kleinem Hagel und heftigen Regengüssen begleitet sein.
Rekordverdächtige tropische Nacht
Die intensive Hitzewelle folgt auf eine außergewöhnlich warme Nacht von Samstag auf Sonntag. HungaroMet berichtete, dass seine Wetterstation auf dem János-Hügel in Budapest eine Tiefsttemperatur von 26 °C verzeichnete, was diesen Morgen zum wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen für dieses Datum macht. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord lag bei „lediglich“ 24,9 °C.
In weiten Teilen des Landes erreichten oder überschritten die durchschnittlichen Tagestemperaturen am Samstag 29 °C. Auch die Tageshöchsttemperatur am Samstag kam dem nationalen Rekord sehr nahe, was die Schwere der anhaltenden Hitzewelle verdeutlicht.
Die Hitzewarnung bleibt weiterhin in Kraft
HungaroMet hat seine Warnung vor anhaltend hohen durchschnittlichen Tagestemperaturen aufrechterhalten. Sowohl am Sonntag als auch am Montag werden die Durchschnittstemperaturen in weiten Teilen Ungarns voraussichtlich über 29 °C liegen, während für Gebiete nahe der nordöstlichen und südwestlichen Grenze Tagesdurchschnittswerte von 27–29 °C prognostiziert werden.
Meteorologen warnen zudem davor, dass es am Montag erneut zu vereinzelten Gewittern kommen kann, insbesondere im Nordungarischen Gebirge und möglicherweise in den zentralen Landesteilen. Diese Gewitter könnten starke Windböen, kleinen Hagel und lokal starke Regenfälle mit sich bringen.
Die Behörden rufen zur Vorsicht auf
Da die Temperaturen sowohl tagsüber als auch nachts gefährlich hoch bleiben, raten die Behörden den Einwohnern und Besuchern weiterhin, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, während der heißesten Stunden längere direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und besonders auf Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Erkrankungen zu achten.
Die anhaltenden tropischen Nächte, in denen die Temperaturen auch nach Einbruch der Dunkelheit ungewöhnlich hoch bleiben, erhöhen zudem die mit der anhaltenden Hitzewelle verbundenen Gesundheitsrisiken.
Péter Magyar: Die nächsten fünf Tage werden die kritischsten sein
Nach der Abschaltung des Kernkraftwerks Paks und angesichts der extremen Hitzewelle steht Ungarn vor seinem „kritischsten Fünf-Tage-Zeitraum“, erklärte Ministerpräsident Péter Magyar am Sonntag.
In einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft erklärte der Ministerpräsident, dass das Kraftwerk Paks ab Montag überhaupt keinen Strom mehr produzieren werde, während das Land vor den heißesten Tagen stehe, an denen die Temperaturen bis zu 40 °C erreichen würden.
Die Bevölkerung muss so wenig Strom wie möglich verbrauchen
Infolgedessen würden das Stromnetz, die öffentlichen Dienste und die Bevölkerung einer enormen Belastung ausgesetzt sein, warnte er. Magyar forderte alle auf, ab Montag besonders auf schutzbedürftige Gruppen wie Kinder, ältere Menschen, Kranke und Alleinlebende zu achten.
Er forderte zudem einen noch bewussteren Stromverbrauch zwischen 17:00 und 22:00 Uhr, insbesondere zwischen 18:00 und 21:00 Uhr, und bat Unternehmen, Institutionen, Kommunalverwaltungen und Privatpersonen, ihren Stromverbrauch in diesem Zeitraum deutlich zu reduzieren oder zu verschieben.
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